Freund und Helfer Drucken E-Mail

Interessante Frage im TS-Forum

Der folgende Beitrag wird so einigen Polizeibeamten nicht gefallen, aber diese Webseite
existiert nicht zum  Zwecke des Gefallens  von Personen  oder Berufsgruppen.  Es hat je-
doch  jeder  die Gelegenheit,  sich zum  jeweiligen Thema  in der  Kommentarfunktion zu
äußern und auch Kritik zu üben.

Im TS-Forum,  welches auch  vom  Herausgeber  dieser  Webseite  mäßig  bis regelmäßig
besucht wird, stellte ein User sinngemäß die Frage, warum sich die Polizei bei politischen
Umstürzen immer auf die Seite der Machthaber stellt und sich nicht mit dem Volk solidari-
siert.

Jede Medaille hat zwei Seiten

Wir möchten  vorauschicken,  dass wir  keineswegs  Feinde der  Polizei sind  und vor der
normalen Arbeit der  Beamten(innen)  grossen  Respekt haben.  Wir sind auch  der Mein-
ung,  dass jeder Staat dieser  Welt einen Polizeiapparat zur Aufrechterhaltung der öffent-
lichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit, sowie zur Verbrechensaufklärung benötigt.

Allerdings  hat jede  Medaille zwei Seiten und  wir wollen in diesem  Beitrag,  die nicht so
Glänzende aufzeigen. Die Polizei vollzieht als Exekutive, Gesetze und Anordnungen der
Legislative und ist zusätzlich mit dem staatlichen Gewaltmonopol ausgestattet.

Dieses staatliche Gewaltmonopol machen sich Machthaber von Staaten, gelegentlich bis
öfters zu Nutzen,  um ihre eigenen  Interessen durchzusetzen. Wenn sie dabei auf Wider-
stand im Volk treffen, benützen sie ganz einfach die Polizei, um diesen zu brechen.

Egal ob Dritte Welt oder westeuropäisches Land

Dabei ist es  unerheblich, ob es sich um ein  Drittes Weltland oder ein  zivilisiertes Staats-
gefüge handelt. Typisches Beispiel ist unser Nachbarland Deutschland. Während Merkel
und Co  sich über die  Vorgangsweise der  tunesischen  Polizei mokieren,  vergessen sie
die jüngst vergangenen, äußerst brutalen Polizeieinsätze im eigenen Land.

Ohne Unterschied wurden dabei Umweltaktivisten, welche gegen einen Castor-Transport
demonstrierten oder Pensionisten und Kinder in Stuttgart  (Stuttgart 21),  Opfer exzessiver
Polizeigewalt. Die Beamten haben ganz offensichtlich auf Befehl gehandelt.

Um einen solchen Befehl auszuführen, darf ein Mensch nicht über die Eigenschaft des selb-
ständigen   Denkens verfügen,  sondern  muss ein  bedingungloser  Befehlsempfänger sein.
Dies  dürfte auch  ein besonderes  Aufnahmekriterium sein,  um in  den Polizeidienst  aufge-
nommen zu werden.  Personen mit ausgeprägter Willensstärke  und der Tendenz ihre Mein-
ung auch öffentlich zu vertreten, werden bei der Polizei mit Sicherheit nicht alt.

Eine Dienstzeit, drei Diensteide

Ein gutes Beispiel  für  bedingungsloses  Nichtdenken ist,  dass  es in Österreich  vorkam,
dass ein und  dieselben Beamten  auf  drei  völlig  verschiedene Staatsformen  ihren  Eid
leisteten.

Da gab  es die  Generation von  Polizisten  die ihren  Eid auf die  1. Republik,  dann auf das
Tausendjährige Reich und zu guter Letzt auf die 2. Republik leisteten. Diese Beamten sind
mittlerweile schon verstorben oder es existieren noch einige als Pensionisten.

Wer nun einwirft, dies sei schon lange her und wird sich nicht wiederholen, der befindet sich
im Irrtum.  Es ist nicht  die Schlechtigkeit,  sondern  ausgeprägte  Existenzangst,  die willens-
schwache und zum bedingungslosen Dienen geborene Personen derartige Manöver durch-
führen  lassen.  Bei der  Polizei fällt es  halt besonders auf,  da die  Bevölkerung  unmittelbar
betroffen sein kann.

Wie bereits eingangs erwähnt, besteht die Notwendigkeit der Polizei um nicht in anarchische
Zustände  zu versinken.  Allerdings  diese als  Freund und Helfer  zu  bezeichnen,  ist  schon
etwas vermessen.  Denn Freunde verprügeln keine Freunde,  auch wenn  es ihnen befohlen
wird.

*****
<<
2011-01-30
 
 

Kommentare 

 
+2 Edgar - 2011-01-30 21:55
Viele Polizisten sind über die Zustände in Österreich frustriert und gehen dienstlich an der Wand lang. Sicher gibt es einige Psychos, aber die finden sich eher in Sonderkommandos . Alle über einen Kamm scheren sollte eigentlich nicht passieren. Der kriminalpolizei liche Dienst hat z.B. mit Demoeinsätzen gar nichts zu tun.
 
 
+1 Otto - 2011-01-30 22:02
@Edgar: Ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie genau das zu tun haben was ihnen ihr vorgesetzter befiehlt. heißt der Befehl hinschlagen haben die das zu tun. Sie können den Befehl natürlich verweigern, aber das hat wieder Folgen für sie.
 
 
+2 Schmidt - 2011-01-30 22:21
Zwar kein Pro-Polizeibeitrag aber trotzdem sachlich geschrieben.
 
 
+1 martin f. - 2011-01-30 22:48
was mir bei manchen medien wie krone und österreich etc. etc. auf die nerven geht ist wenn sie der polizei in den arsch kriechen. wenn ein polizist verunglückt steht es tagelang in den zeitungen, wenn ein maurer vom gerüst fällt gibts maximal eine dreizeilige notiz irgendwo am rand. beides ist traurig wird aber komplett unterschiedlich behandelt. wahrscheinlich bringt ein polizist mehr quote und steigert die auflage.
 
 
+1 Müllers Büro - 2011-01-30 23:02
Zitat:
wenn ein polizist verunglückt steht es tagelang in den zeitungen,
Dass nennt sich gute Presse. Im Gegenzug werden polizeifreunldi che Medien mit Informationen versorgt. So einfach ist das.
 
 
+1 Georg Kaufmann - 2011-01-30 23:16
Sie haben vergessen zu erwähnen, dass bei Regierungswechs el die führenden Beamten ausgetauscht werden. So hat die jeweilige Regierung eine Versicherung, dass ihr die Leitung der Polizeimaschene rie loyal ergeben ist und das verbleibende Fussvolk der normalen Polizisten im Griff hat.
 
 
-1 sammy - 2011-01-31 00:18
Zitat:
Der folgende Beitrag wird so einigen Polizeibeamten nicht gefallen
dann sollten sie sich bei der eigenen nase nehmen und über ihr leben nachdenken.
 
 
+1 krainer - 2011-01-31 02:35
das problem ist- auch so mancher freund schlägt einen freund um seine haut zu retten...
d.h... die meisten unserer kieberer sind halt lohnsklaven die angst um ihren job haben...mit der ganzen gruppendynamic ht das halt nicht wenig potential...
 

ZUM KOMMENTIEREN BITTE ZUERST ANMELDEN. DANKE!

 

Archiv