Hanfwandertag Drucken E-Mail

Grüne werben für Drogen

Die grüne Sozialsprecherin  Birgit Hebein fordert im Rahmen des heurigen internationalen
Hanfwandertages eine  Enttabuisierung  und  sachliche Diskussion  um tatsächliche  Wirk-
ungen und Folgen von Cannabis. So steht es wörtlich auf der Webseite von "DIE GRÜNEN
WIEN".

Dass die grüne Sozialsprecherin Hebein die Demonstration von Drogenbefürwortern unter-
stützt, ist nicht weiter verwunderlich.  Immerhin fordern die Grünen  ja schon seit langer Zeit
die Gleichstellung  von Cannabis mit legalen Drogen wie Alkohol und Nikotin.  Verwunder-
lich ist allerdings  die Tatsache,  dass sich  die Grünen  nun plötzlich  für Drogenprävention
einsetzen wollen. Das glaubt ihnen nämlich keiner.

Erstaunlich dass  Birgit Hebein  nicht  über  die  tatsächlichen  Wirkungen  und  Folgen von
Cannabis informiert ist. Dies schliessen wir aus der Tatsache, dass sie in der selbigen Aus-
sendung die Freigabe von Cannabis als Ziel nennt. Diese erstaunliche Aussage begründet
sie damit, dass durch die Freigabe eine Trennung des Cannabis-Handels von den Märkten
für andere Drogen sowie die Eindämmung der Beschaffungskriminalität stattfinden soll.

Ein derartig  unsinniges Plädoyer für die Freigabe von Cannabis haben wir noch nie gelesen.
Die Droge Cannabis ist am Markt derart günstig erhältlich, sodass diese mit einer eventuellen
Beschaffungskriminalität nicht in Verbindung gebracht werden kann. Allerdings richtet die an-
geblich so harmlose Droge,  schwere gesundheitliche Schäden an. Falls Frau Hebein nicht in
Kenntnis deren ist, wollen wir sie hiermit über die Auswirkungen des Genusses von Cannabis
informieren.

Die chronische Wirkung von Marihuana auf die Denkleistung

Die akute  Wirkung von Marihuana auf  Denkfunktionen ist bekannt  und in ihren wesentlichen
Ausprägungen  in  der wissenschaftlichen  Cannabisforschung unumstritten.  Anders  sieht es
aus mit möglichen langzeitigen Beeinträchtigungen der Wahrnehmungs- und Denkfunktionen
durch einen langzeitigen Konsum.

Bisher  gibt es  erst eine  Längsschnittuntersuchung zu diesem  Thema aus dem Jahre 1999,
daneben eine Anzahl von Querschnittstudien, durch die man sich Antworten auf diese Frage
erhofft.

Zu den bekannten Erfahrungen des Cannabisrausches zählen Effekte auf Wahrnehmungs-
und Denkfunktionen.  Dazu gehören  Störungen des  Kurzzeitgedächtnisses,  der Konzent-
rationsfähigkeit  und  Aufmerksamkeit,  Veränderungen der Denkprozesse mit assoziativer
Lockerung,  Veränderung der  Wahrnehmung  sensorischer Reize  (Schmecken, Riechen,
Sehen, Hören, Tasten) und der Zeitwahrnehmung.

Diese Effekte  zählen zum  Teil zu den vom  Cannabiskonsumenten  erwünschten  Aspekten
des  Cannabisrausches  und  führen andererseits dazu,  dass  die Fähigkeit zur  Ausführung
von Tätigkeiten,  welche Konzentration,  Aufmerksamkeit und zielgerichtetes Denken erford-
ern,  wie beispielsweise  Autofahren oder  die  Bewältigung  anspruchsvoller  mentaler  Auf-
gaben, während des akuten Rausches herabgesetzt ist.
Quelle: Dr. Franjo Grotenhermen

Lungenschäden durch Cannabis

Langjähriger Cannabis-Konsum kann die Lunge schwer schädigen. Dies ist das Fazit
einer Studie des Universitätsspitals Bern.


Unter den Patienten, die in den letzten Jahren am Inselspital wegen Lungenkollaps (symp-
tomatischer spontaner Pneumothorax, SSP) und Lungenemphysem operiert werden muss-
ten,  befanden sich etliche junge  Menschen mit  fortgeschrittener Zerstörung  des Lungen-
gewebes.

Die Lunge bildet zuerst große Blasen,  danach platzt eine  dieser Blasen und die Lunge kol-
labiert,  weil sie wegen der ausgetretenen Luft nicht mehr genug Platz zum Atmen hat.  Die-
ses bullöse Lungenemphysem kam in dieser ausgeprägten Form früher bei jungen Patien-
ten nicht vor.

Prof. Ralph Schmid, Chefarzt und Direktor der Universitätsklinik für Thoraxchirurgie am Insel-
spital Bern, ging mit  seinem Team über zweieinhalb Jahren diesem Phänomen nach.  Seine
Studie  wird in diesen Tagen im European Journal of  Cardio-thoracic Surgery  (Europäische
Zeitschrift für Herz- und Thoraxchirurgie) veröffentlicht.

102 Patienten untersucht

17 der jungen SSP-Patienten – 16 Männer und eine Frau,  Durchschnittsalter 27,  alles Can-
nabis-Konsumenten – wurden  im Rahmen  der  Berner Studie  systematisch untersucht. Die
Forscher  sprachen  mit  den  Patienten,  durchleuchteten  den  Brustkorb  mit  Röntgen  und
Computertomographie,  studierten die  Krankengeschichte,  prüften die Lungenfunktion und
untersuchten Gewebeproben der Lunge im Labor.

Die gleichen Untersuchungen wurden an einer Kontrollgruppe von 85 Nicht-Cannabiskon-
sumenten  (Durchschnittsalter 24 Jahre)  durchgeführt.  Die Resultate  wurden danach  mit
jenen einer früheren Untersuchung an 75 SSP-Patienten verglichen.
 

Regelmässiger Cannabis-Konsum

Die  17 Untersuchten  hatten im  Schnitt während   8,8 Jahren  täglich 6 Joints  und  während
durchschnittlich  11,8 Jahren täglich  Zigaretten  geraucht.  Welche  der  inhalierten  schädig-
enden  Substanzen  im Rauch  für den  ausgeprägten Lungenschaden  verantwortlich ist,  ist
bisher unklar.  Nachgewiesen wurden  von den  Wissenschaftern  Cannabis-Fasern, die aus
den ungefilterten Joints direkt in die Lunge gelangen und dort als Entzündungsherde wirken.
In der  Kontrollgruppe mit  Patienten im  gleichen  Alter  trat kein  Lungenemphysem auf,  ob-
schon sich in dieser Gruppe 74 regelmäßige Tabak-Raucher befanden.
 
Prof. Schmids Fazit: „Die Dosis macht das Gift:  Wer jahrelang regelmäßig, insbesondere täg-
lich, Cannabis konsumiert, muss mit schweren Lungenschädigungen und Atembehinderung-
en rechnen. “ Angesichts der Verbreitung des  Cannabis-Konsums  warnt der Berner Thorax-
chirurg auch vor den gesundheitspolitischen bzw. finanziellen Folgen.
Quelle: Universitätsspital Bern

Informieren statt Drogenfreigabe fordern

Diese zwei Berichte, wie wir sie im Original (mit Quellenangabe) in unseren Beitrag kopiert
haben,  stammen von einem  namhaften  Arzt und  einer bekannten Klinik. Solche medizin-
ischen  Aussendungen  finden sich zahlreich  im  Internet.  Wir können  der  grünen Sozial-
sprecherin Birgit Hebein nur anraten, sich diese aufmerksam durchzulesen.

Auch allen  anderen grünen Politikern  oder sonstigen Volksvertretern dieses Couleurs, wel-
che dieses Rauschgift so verharmlosen und eine Legalisierung dafür fordern, kann ebenfalls
nur ans  Herz gelegt werden  sich mit  der Materie eingehend  auseinander zu  setzen.  Es ist
absolut verantwortungslos Werbung für Cannabis und Marihuana zu betreiben.

Eine Freigabe  der verbotenen  Droge Cannabis  würde zu einem sprunghaften Konsuman-
stieg führen  und hätte  fatale volksgesundheitliche  Schäden zur  Folge.  Angesichts der er-
staunlichen Drogenpolitik der Grünen fragen wir uns schon, wie regierungsfähig diese sind.
Denn die  Verharmlosung von Drogen und  deren Freigabeforderung  ist verantwortungslos
und kontraproduktiv.

*****

2011-05-05
 
 

Kommentare 

 
+4 Schmid - 2011-05-05 21:19
Zitat:
Angesichts der erstaunlichen Drogenpolitik der Grünen fragen wir uns schon, wie regierungsfähig diese sind.

Die Drogenpolitik machts bei den Grünen aber auch nicht mehr aus. Vielleicht ist diese nur mehr das Tüpfelchen auf dem "i" warum diese Partei unwählbar ist.
 
 
-2 ilse - 2011-05-05 21:49
warum soll bei der freigabe der konsum steigen. irgendwie unlogisch oder?
 
 
grazbiker - 2011-05-05 22:40
zitiere ilse:
warum soll bei der freigabe der konsum steigen. irgendwie unlogisch oder?
weil es jeder legal kaufen kann wenn es erlaubt ist. sowie zigaretten oder alkohol.
 
 
+4 Hugo - 2011-05-05 22:16
Die Menschen saufen, rauchen und kiffen halt gerne. Auch wenn es verboten ist tun sie es trotzdem. Sie rauchen,saufen, kiffen auch obwohl es schädlich ist. Das eine Zeug mehr, das andere weniger. Die Leute wissen es und tun es trotzdem.
Bei der Kiffe werden die Leute wenigstens nicht aggressiv, gröllen herum und hauen sich die Köpfe ein. Und da die Droge wie oben erwähnt relative billig ist, wird wegen Gras nicht rauben und einbrechen gegangen, im Gegensatz zum legalen kleinen Glückspiel.

Es stellt sich die Fragr ob eine Besteuerung von Cannabis nicht das kleinere Übel im Gegensatz zum derzeitigen wirkungslosen Verbot.
 
 
+1 Hermann L. - 2011-05-05 22:47
@Hugo
Reicht Alkohol als Rauschdroge nicht? Ich glaube schon. Jeder Rausch kostet Gehirnzellen egal bei Alkohol oder Marihuana. Wenn zu Alkohol noch eine Rauschdroge legalisiert wird verdoppelt sich die Rauschgefahr vielleicht.
 
 
-1 Guest - 2011-05-06 07:37
@Hermann

Der Vorteil vom Cannabis Rausch zum Alkhol Rausch ist, dass er fast keine Nebenwirkungen hat. D.h. Es gibt kein Kopfweh, Magen verstimmt, Kater,... wie bei Alk am nächsten morgen.

Genau deswegen Kiffen soviele, da man sich am Abend "Einrauchen" kann und nächsten Tag ohne Schädlweh aufsteht und die Hackn, Uni,... fahren kann.

Die Kiffe hat viel weniger Nebenwirkungen als bspw. der Alk.

Die Frage ist vielmehr warum ist die schädlichere Rauschdroge Alk legal und die weitaus harmlosere Kiffe wird mit Gefängnis bedroht.

Insbesondere da die Kiffe kein gesellschaftlic hes Problem ist. Es wird keiner "asozial", geht nicht mehr arbeiten, wird nicht gewalttätig,...
 
 
+2 Guest - 2011-05-06 01:50
"Prof. Schmids Fazit: „Die Dosis macht das Gift: Wer jahrelang regelmäßig, insbesondere täglich, Cannabis konsumiert, ..."

Das trifft wohl nicht nur auf Cannabis zu. Wenn ich täglich sechs Bier trinke, wird das auch keine positiven Auswirkungen auf meine Gesundheit haben. Würde jemand deshalb Bier verbieten wollen?

Cannabis ist nicht so harmlos, wie es von Kiffern oft dargestellt wird. Es ist in mancher Hinsicht weniger schädlich als Alkohol, in mancher Hinsicht vielleicht schädlicher.

Wenn es um die Gesundheit geht, stellt sich die Frage, wie paternalistisch der Staat sein soll. Wie restriktiv soll der Staat dafür sorgen, dass die mündigen Bürger sorgsam mit ihrer Gesundheit umgehen?

Ob es sinnvoll ist, dass Cannabis verboten ist, ist sehr fraglich. Schließlich zieht das auch Arbeit bei Polizei und Justiz nach sich und bindet Kapazitäten, die man vielleicht für gravierendere Probleme brauchen könnte.
 
 
+3 ferdi - 2011-05-06 09:09
die grünen haben eine neue heimat gefunden www.hanfthal.at/
 
 
+3 bea - 2011-05-06 14:50
warum reden sich die kiffer immer auf die raucher oder alkoholiker aus. suchen die eine rechtfertigung für ihre sucht?
 

ZUM KOMMENTIEREN BITTE ZUERST ANMELDEN. DANKE!

 

Archiv

Banner
 
Banner
 
Banner