Glaubwürdigkeitsproblem bei den Grünen Drucken E-Mail

Lüge als Sieg verkaufen wollen

„Die Öffis in Wien werden billiger.   Es war ein zähes Verhandeln. SPÖ und Wiener Linien
wollten die Öffi-Preise am Anfang erhöhen.  Für uns Grüne war das eine politische Glaub-
würdigkeitsfrage“, dies meint heute der grüne Nationalratsabgeordnete Albert Steinhauser.
 
Politik und Glaubwürdigkeit, welch herrliches Oxymoron. Die Grünen haben recht schnell
gelernt,  gebrochene Wahlversprechen und faule Kompromisse als Erfolg verkaufen zu
wollen. Und umso höher die Etage, desto dreister die Lügen.
 
Auf eine ERSTAUNLICH-Anfrage bezüglich der von Vassilakou versprochenen 100 Euro/
Jahresfahrkarte,  antwortete Steinhauser wie folgt:
 
„Da irren sie. Natürlich haben wir 100 Euro vorgeschlagen. Jeder der sich mit Politik beschäft-
igt  weiß,  dass niemand  100% in einer  Regierung durchbringt.   Kompromisse  sind  alles
andere als lustig, hätten wir aber nicht diese Tarifreform durchgesetzt, wäre der öffentliche
Verkehr teurer geblieben.   Glaubt ernsthaft jemand hätte es gut gefunden, dass Grüne auf
100 Euro beharren um den Preis, dass alles teurer bleibt.   Unsere WählerInnen sind intelli-
genter als die Wiener Opposition, deshalb ist die Glaubwürdigkeit gestärkt.“
 

Haben die Grünwähler(innen) wirklich die Lüge erkannt?

Mit dieser Antwort gibt der Grünabgeordnete ganz offen zu, dass jedem bewusst sein hätte
müssen,  dass die versprochene 100 Euro/Jahresfahrkarte bereits im Vorhinein eine glatte
Lüge  war.   Interessant ist auch  die Argumentation, dass aus dem  Erkennen müssen der
Lüge, die Grünwähler(innen) intelligenter als die Wiener Opposition seien.
 
Das sehen wir nicht so,  denn mit diesem vorgegaukelten  Versprechen wurden alle Wähler
-(innen) die an dieses geglaubt haben schlichtweg hinters Licht geführt. Aber offenbar halten
die Grünen ihr Wählerklientel doch nicht für so intelligent, als es Steinhauser Glauben machen
will.
 
Denn sonst  würde die  Grünpartei kaum,  die nun 365 Euro/Jahreskarte  unter dem Slogan
„Eine Jahreskarte für einen Euro pro Tag“ verkaufen wollen.   Nicht einmal die macht-
hungrige SPÖ war so dreist,  die 449 Euro/Jahreskarte unter dem Motto  „Eine Jahreskarte
für 1,23 Euro pro Tag“  zu bewerben.
 
Screens: wien.gruene.at/
 
Die Grünen belogen ihre Wähler(innen)      Das ist die bittere Wahrheit!
 

Am Futtertrog verstummten die Grünen

Apropos Machthunger,  dieser dürfte bei den Wiener Grünen vollendet ausgebrochen sein.
Bedenkt man  wie diese Partei früher  gegen die  Gebührenerhöhungspolitik  der Rathaus-
SPÖ zu Felde zog,  kommt man nun aus dem Staunen nicht mehr heraus.  Zu jeder von der
Wiener SPÖ angekündigten  Gebührenerhöhung kam und kommt von den Grünen nur mehr
ein beifälliges Nicken.
 
Man kann über den Wiener Bürgermeister sagen was man will,  aber eines muss man ihm
lassen. Er hat innerhalb kürzester Zeit aus den rebellischen Wiener Grünen, eine willfährige
Truppe gestaltet,  die ausschließlich nach der  SPÖ-Pfeife tanzt.   Die Taktik mit dem Platz
am politischen Futtertrog im Wiener Rathaus für Vassilakou und Co.  ist voll aufgegangen.
 
*****

2011-10-12
 
 

Kommentare 

 
+7 Otto - 2011-10-12 19:00
Die ganze Sache ist eine Lüge. Weil wenn man sich alles aurechnet kommt man darauf, dass im Endeffekt die Öffis teurer und nicht billiger geworden sind.
 
 
+7 Schmid - 2011-10-12 19:31
Damit beweisen die Grünen aber Regierungsfähig keit. Denn lügen tun sie schon wie die Großen.
 
 
+9 ferdi - 2011-10-12 19:47
spätenstens jetzt muss jedem klar sein warum die grünen für die cannabisfreigab e sind. nur bekiffte können den schwachsinn und die lügen glauben was die grünlinge von sich geben.
 
 
+6 Guest - 2011-10-12 20:01
Ein kurzer Realitätscheck:

Jahreskarte: Versprochen: 100 Euro => Ergebnis +265%

Tagesticket: Versprochen: 1 Euro => Ergebnis +100%

Monatsticket: Versprochen: 10 Euro => Ergebnis +350%

Auch die realen Preissteigerung en können sich sehen lassen:

Tagesticket: +11%

Wochenticket: +7%

Semesterticket: +49% (bei längerer Geltungsdauer)

Schwarzfahren: +43%

Seniorentarif: bis zu +63% (durch schrittweise Anhebung des Bezugsalters von 60 auf 65)

Und zum Drüberstreuen werden alle Tarife nun automatisch jährlich erhöht.
 
 
-5 Albert Steinhauser 2011-10-12 20:36
Ich verteh ja, dass es die rechten Kritiker schwer haben. Da haben sie immer getrommelt die Grünen werden nichts durchsetzen und jetzt sind wir wahrscheinlich die ersten seit einer Ewigkeit, die für die BürgerInnen etwas verbilligt haben. Wer nicht kapiert, dass es keine Lüge ist, wenn man nicht jede Forderung zu 100% durchsetzen kann, der sollte weiter in Wolkenkukukshei m sitzen bleiben. Die Grünen haben für ihre Tarifverbilligu ng gekämpft und eine deutliche Entlastung durchgesetzt. Darüber dürfen wir uns und die WienerInnen sich zum Ärger der Rechten freuen.
 
 
+5 Herr Karl - 2011-10-12 20:58
Zitat:
der sollte weiter in Wolkenkukukshei m sitzen bleiben

Da wird es aber eng werden weil sämtliche Grüne schon dort sind.
 
 
+6 Die Redaktion - 2011-10-12 21:46
zitiere Albert Steinhauser:
Ich verteh ja, dass es die rechten Kritiker schwer haben. Da haben sie immer getrommelt die Grünen werden nichts durchsetzen ....


Sg. Hr. Steinhauser!

Es ist immer wieder erstaunlich, dass sich die Grünen bei Argumentationsn otstand nach der Nazikeule bücken. In diesem Fall konnten Sie jedoch diese nicht schwingen, da die ÖVP wohl nicht als "Rechts" einzuordnen ist. Auch von dieser Partei wurden die Grünen der Lüge gestraft.

Bezüglich "Durchsetzen" dürften Sie etwas verwechseln. Die gute Miene zum grünen Spiel, welche Häupl macht, sollten Sie nicht als "Durchsetzen" werten. Der rote Wiener Landesfürst genehmigt den Grünen eine kleine Spielwiese, solange diese nach seiner Pfeife tanzen.

MfG
 
 
Albert Steinhauser 2011-10-14 14:45
Nazikeule? Das Wort Nazi kommt gar nicht vor. Sie stellen sich mangels Argumenten offensichtlich freiwillig in dieses Eck, um sich dann als selbsternanntes Nazikeulenopfer selbst bemitleiden zu können.

Die ÖVP ist bekanntlich keine linke Partei. Konservative gehören nach allgemeiner Aufassung dem rechten Parteienspektru m an. Mit Rechtsextremism us hat das nichts zu tun, davon habe ich aber diesmal auch gar nichts geschrieben ...
 
 
+2 Die Redaktion - 2011-10-14 15:14
Sg. Hr. Steinhauser!
Man muß bei Ihnen ein wenig zwischen den Zeilen lesen um Ihre Absichten erkennen zu können. Obwohl Sie es nun in Abrede stellen versuchten Sie, sich der "Nazikeule" zu bedienen. Ihre Argumente wie
Zitat:
Ich verteh ja, dass es die "rechten Kritiker" schwer haben.

oder
Zitat:
Darüber dürfen wir uns und die WienerInnen sich zum Ärger "der Rechten freuen".

lassen eindeutig darauf schliessen, denn es hätte ja genügt das Wort "Opposition" zu verwenden.

Also halten Sie die Autoren von "erstaunlich.at" nicht so naiv wie Ihre Wählerschaft, denen Sie nun ein gebrochenes Wahlversprechen als Erfolg verkaufen wollen.

Dieses Online-Magazin vertritt keineswegs die Linie der ÖVP, aber diese Partei als "Rechts" zu bezeichnen, kann nur einem Grünen einfallen.

Jedenfalls wurden die Grünen eindeutig der Lüge überführt und Frau Vassilakou ist bei den Wähler(innen) unten durch. Dies beweist eine von der SPÖ gekaufte Umfrage zur Glaubwürdigkeit von Politiker(innen ), die heute veröffentlicht wurde.

MfG
 
 
+1 Georg Kaufmann - 2011-10-14 15:32
zitiere Albert Steinhauser:
Mit Rechtsextremism us hat das nichts zu tun, davon habe ich aber diesmal auch gar nichts geschrieben ...

Da wäre vermutlich schallendes Gelächter ausgebrochen, wenn sie die ÖVP damit in Zusammenhang gebracht hätten. Ich muss der Redaktion recht geben, denn sie versuchten zumindestens nach der Nazikeule zu schielen.
 
 
+3 Sehrohr 2011-10-13 12:39
Der grüne Lügenbaron dürfte in der Tat - man verzeihe den Ausdruck - nicht mehr alle Kerzen am Kranz haben. Nicht nur, das er eine Mogelpackung als Erfolg verkaufen will, müssen auch mal wieder 'Rechte' als Sündenböcke herhalten. Herr Steinhauser, die Zeche zahlen auch Ihre grünen Cannabiskonsume nten. Der Unterschied ist nur, das die sich dabei noch belohnt vorkommen.
 
 
+4 Frau S. - 2011-10-13 12:49
Dass die Grünen sich ind er Regierung nicht wirklich behaupten können, war von Anfang an klar. Die SPÖ hat sich einen leichtgläubigen Koalitionspartn er geangelt, mit dem man alles machen kann, solang sie Kekse (wie die Öffi-Ticket-Sache) austeilen.

Traurig ist nur, dass durch diese Kekse zu viel übersehen wird. Allein die "tollen" neuen Fahrradständer, an denen seit Aufstellung (zumindest kenn ich 3 Stück in meiner Wohnumgebung im 3. Bezirk) NIE ein Fahrrad abgestellt war, nehmen Parkplätze weg, etc.
Und dann kommen wieder die traurigen Meldungen, dass die Autokäufe zurückgehen... na gehh... wieso bloß?
 
 
-3 Der Peter - 2011-10-13 13:05
Liebe Redaktion,

was bitte hat die Feststellung, dass es die rechten kritiker schwer haben, mit einer Nazikeule zu tun?
Oder seid Ihr der Meinung, dass Rechts gleichbedeutend mit Nazis ist? Was würde das über Eure Meinung über Rechts aussagen?

Zum Thema: ich finde die Ermäßigung für alle, die beispielsweise mit den Öffentlichen zur Arbeit fahren, schon als spürbare Erleichterung. Die Entscheidung, eine jahreskarte zu kaufen, fällt nun leichter.

Und schlussendlich: Das, was in den Medien immer und immer wieder als Wahlversprechen breitgetreten wird - egal von welcher Partei, kann nie und nimmer ein verpsrechen sein (von keiner Partei) sondern bestenfalls eine Willenserklärun g. Wahlversprechen zu hundert Prozent umzusetzen, ginge nur in einer Diktatur - solange wir aber in einer Demokratie leben, kann eine Partei bestenfalls vor den Wahlen bekannt geben, wofür sie sich stark machen wollen, und welche Ziele sie verfolgen. Das, was auf den Plakatwänden steht, egal von welcher Partei, ist eine an ein Thema gekoppelte Willenserklärun g, und sonst gar nichts. Mit der verzerrenden Darstellung mag man zawar eine Argumentationsk ette zusammenpusseln können, allerdings wird dies auch für jeden, der lesen kann, als konstruiert erkennbar sein.
 

ZUM KOMMENTIEREN BITTE ZUERST ANMELDEN. DANKE!

 

Archiv