Das Schweigen im Fall Kampusch Drucken E-Mail

Viele Fragen aber kaum Antworten

Warum sind im Fall Natascha Kampusch weder von Seite der Justiz,  noch von Seiten der
zuständigen  Ministerien,  Antworten auf  so viele offene  Fragen zu erhalten?    Zwei parla-
mentarische Anfragen an die Justizministerin und zwei gleichlautende an die Innenministerin
wurden so gut wie gar nicht beantwortet. Hier wird das parlamentarische Interpellations-
recht mit Füßen getreten.
 
In den Notizen des mittlerweile mysteriös aus dem Leben geschiedenen Chefermittlers in der
Causa Kampusch, Franz Kröll, taucht der Name eines "gewichtigen österreichischen Politikers"
auf.   Die Bundesministerin Dr. Beatrix Karl gibt in ihrer Anfragebeantwortung bekannt,  dass
ihr dieser Name nicht bekannt sei und somit in weiterer Folge keine Befragung stattgefunden
hat.
 
Eine weitere Ermittlungspanne,  denn solchen Hinweisen ist ohne Rücksicht auf Ansehen der
Person polizeilich nachzugehen.  Wenn man im Justizministerium diesen Namen nicht kennt,
ist dies offenbar nicht geschehen, obwohl man über den Akt verfügt.
 
Die Fragen bezüglich eines möglicherweise gemieteten Kastenwagens zur Entführung Kam-
puschs wurden erst gar nicht beantwortet. Die Bundesministerin Dr. Karl gibt dazu an, dass
sie aufgrund der Nichtöffentlichkeit des Vorverfahrens eines bei einem Strafgericht anhäng-
igen Verfahrens keine Auskünfte erteilen könne.
 
Nun ist uns aber kein  Strafverfahren im Fall  N. Kampusch bekannt,  denn ein solches wäre
wünschenswert, sodass endlich die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Es
ist in einem Rechtsstaat  unvorstellbar, dass hier offenbar Mittäter und Mitwisser unerkannt
unter uns sind, sich nicht verantworten müssen und weiter ihren kriminellen Machenschaften
nachgehen können,  wobei von keiner Seite irgendeine Unterstützung,  ja nicht einmal das
leiseste Interesse am Aufdecken der Wahrheit zu finden ist.
 
Daher  wäre es im Interesse eines  Rechtsstaates  erforderlich,  eine Wiederaufnahme des
Untersuchungsausschusses anzuordnen,  um Antworten  auf all die offenen  Fragen zu er-
halten.
 
*****

2011-12-02
 
 

Kommentare 

 
+11 bea - 2011-12-03 07:51
das wird nie aufgeklärt werden. dafür werden hochrangige pädoschweine schon sorgen.
 
 
+10 maxi - 2011-12-03 10:03
Da sind sicher hochrngige Politiker involviert.
 
 
+5 XY - 2011-12-03 16:28
Diese Sache erinnert stark an die Causa Fuchs. Franz Fuchs wurde verhaftet, in einem irregulären Verfahren Straftaten beschuldigt, die er nicht begangen haben konnte (Zusätzlich zu den Straftaten, die er begangen hatte), nämlich der Briefbomben. Der Pflichtverteidi ger unterließ eine Berufung, es gibt kein schriftliches Urteil, wichtige Beweisstücke sind aus dem Akt verschwunden oder dort gar nicht erst aufgenommen worden. Franz Fuchs wurde sachgerecht eliminiert, seine Ermordung nie untersucht. Was bedeutet - die Briefbomben-Attentäter sind völlig ungeschoren davongekommen.
 
 
+3 binor - 2011-12-05 15:07
Das Märchen von einem Rechtsstaat Österreich glauben ohnehin nur mehr, mit Verlaub gesagt, die Allerdümmsten.
 
 
+5 nobody - 2011-12-07 11:12
mein relativ gesunder menschenverstan d hat schon zu anfang der causa mich vermuten lassen das der fall kampusch stinkt und bin auch heute noch der ansicht da werden einige leute vermutlich bedeutende gedeckt
 

ZUM KOMMENTIEREN BITTE ZUERST ANMELDEN. DANKE!

 

Archiv