Sozialistische Säuberungsaktion des Wiener Stadtbildes
Möglicherweise ist es wirklich an der Zeit, historische Persönlichkeiten nach dem Stand der heutigen Wertmaßstäbe neu zu bewerten. Jedenfalls scheint dies eine neue Lieb-lingsbeschäftigung der SPÖ sein. Denn diese veranstaltet seit einiger Zeit eine „Säub-erung“ des Wiener Stadtbildes. So wurde beispielsweise der Jagdflieger Walter Nowotny seines Ehrengrabs verlustig und die Gräber des Ständestaat-Kanzlers Dollfuß und des Generalstabschaf der k.u.k. Armee im Ersten Weltkrieg, Feldmarschall Conrad von Hötzendorf, sollen dem Beispiel Nowotnys folgen. Nachdem der österreichische Dichter Ottokar Kernstock bei den Roten in Ungnade ge- fallen war, hat es nun den christlich-sozialen Bürgermeister Karl Lueger erwischt. Der Straßenzug im 1. Wiener Gemeindebezirk „Dr. Karl-Lueger-Ring“ soll nun umbenannt werden. Gilt nur für nicht-sozialistische Personen
Allerdings ist es auch für einen Blinden mit Krückstock auffallend, dass die rote Säuber-ungsaktion nur nicht-sozialistische Personen betrifft. Denn von einer Beseitigung der blutigen Spuren ihrer eigenen Ideologie nimmt die SPÖ offenbar Abstand. Denn anders ist es nicht zu erklären, dass die Gedenktafel des Diktators und Massenmörders Stalin in Wien-Meidling und das Denkmal des mörderischen Revolutionärs Ernesto "Che" Guevara in Wien-Donaustadt bis dato unangetastet blieben. Auch ist uns von einer Umbenennung des Karl-Marx-Hofs oder des Friedrich-Engels-Platzes nichts bekannt, obwohl die beiden Herren mit ihren Schriften die Basis für zahl-reiche mörderische Regime mit Millionen von Opfern gelegt haben. Besonders befremdlich ist jedoch die Treue der Sozialdemokraten zu Julius Tandler, der als SPÖ-Stadtrat und Arzt ein Wegbereiter für die schrecklichen Euthanasie-Morde der Nazis an Behinderten war, indem er 1924 in einem Aufsatz zu "Ehe und Bevölkerungs- politik" schrieb: "Welchen Aufwand übrigens die Staaten für völlig lebensunwertes Leben leisten müs-sen, ist zum Beispiel daraus zu ersehen, daß die 30.000 Vollidioten Deutschlands diesem Staat zwei Milliarden Friedensmark kosten. Bei der Kenntnis solcher Zahlen gewinnt das Problem der Vernichtung lebensunwerten Lebens an Aktualität und Bedeutung. Gewiß, es sind ethische, es sind humanitäre oder fälschlich humanitäre Gründe, welche dagegen sprechen, aber schließlich und endlich wird auch die Idee, daß man lebensunwertes Leben opfern müsse, um lebenswertes zu erhalten, immer mehr und mehr ins Volksbe-wußstein dringen." Die braune Vergangenheit der SPÖ
Auch ist es uns nicht bekannt, dass der „Dr. Karl Renner Ring“ umbenannt werden soll, obwohl Renner den Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland befürwortete und sich dafür dezidiert aussprach. Wer mehr über die braune Vergangenheit der SPÖ und die Verehrung deren Vertreter wissen will, dem legen wir unseren Beitrag „Auf der Suche nach den braunen Sümpfen“ ans Herz. Nun stellt sich die berechtigte Frage, warum die SPÖ bei ihrer Säuberungsaktion nicht gleiches Recht für alle gelten lässt? Oder ist dieses vorgeschobene und geheuchelte Gut-menschentum wieder nur eine Ablenkung von den wahren Problemen der Stadt Wien? Jedenfalls erinnern und solche polit-historische Säuberungsaktionen an totalitäre Systeme, die meist mit ihrem Untergang zu kämpfen haben. ***** 2012-04-22
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