Wenig Ahnung beim Kurier
Wie wenig Ahnung man beim „Kurier“ vom Thema Prostitution hat, wird durch einen gestrigen Beitrag dieser Tageszeitung unter Beweis gestellt. Da behauptet doch der/die Autor(in) tatsächlich, dass in Österreich die Prostitution verboten sei. Textausschnitt aus dem Kurier-Artikel Screen: kurier.at Prostitution ist zwar in Österreich sittenwidrig, aber definitiv nicht verboten. Die Sitten- widrigkeit wirkt sich zum Nachteil der Sexarbeiterin dahingehend aus, dass Verträge und/ oder Geldforderung bezüglich ihrer sexuellen Dienstleistungen nicht einklagbar sind. Der nächste Herr, die selbe Dame
Interessant ist der im Kurier angeführte Vorschlag seitens der Stadt (wir vermuten Wien), dass die Führung von Laufhäusern karitative Organisationen übernehmen könnten. Möglicherweise spielen einige von diesen bereits mit dem Gedanken, da die Prostitution noch immer ein einträgliches Geschäft ist. War bis dato die scheinheilig aufrecht erhaltene Moral an der Führung eines Bordells hinderlich, so könnte das unmoralische Image nun mit dem Gutmenschen-Effekt vom Tisch gefegt werden. Das Argument, man macht es ja nur aus reiner Nächstenliebe um die Damen zu beschützen, könnte dann als Rechtfertigung herhalten. Allerdings sollten jene karitative Organisationen, die mit der Ausübung dieses Gewerbes spekulieren nicht vergessen, dass Zuhälter mit genau dem selben Argument hausieren gehen. Damit muss jenen Gutmenschen- Organisationen, die mit einer Bordellführung liebäugeln klar sein, dass sie sich dann in die Zuhälternische einordnen dürfen. ***** 2012-05-04
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