Grüne sehen Betteln als Tradition Zurück Drucken E-Mail

Bettelverbot in Wien erneut Thema für Verfassungsgerichtshof

Anlässlich  der  aktuellen  Sommer-Session  des Verfassungsgerichtshofes,  bei der unter
anderem  die  Bettelverbote  in  fünf Bundesländern  Thema  sein  werden,  erneuern die
Grünen Wien  ihre  Kritik  am  Bettelverbot  in  Wien.  Die Grünen Wien haben bereits vor
zwei  Jahren im Namen der Bettlerin Martina S. gemeinsam mit der  „BettelLobby“  Wien
und dem Neunerhaus Beschwerde gegen das Bettelverbot eingereicht. Wir haben seiner-
zeit im Beitrag „Die Grüne Bettler-Lobby“ darüber berichtet.
 
Die  Beschwerde  wird unter anderem mit der Freiheit der Erwerbstätigkeit und der Verletz-
ung des Gleichheitssatzes sowie dem Recht auf Achtung des Privatlebens  (freie Gestaltung
der  Lebensführung)  begründet.   "Menschlich sind Bettelverbote auf jeden Fall der falsche
Weg. Jetzt liegt es am Verfassungsgerichtshof zu entscheiden, ob sie auch juristisch gegen
Grund- und  Menschenrechte  verstoßen",  so die Sozialsprecherin der Grünen Wien,  Birgit
Hebein.
 
In  Wien  gibt  es ein gewerbliches Bettelverbot,  dass aber de facto ein generelles Bettelver-
bot  ist.  Denn,  so das Gesetz, wenn sich jemand eine fortlaufende Einkommensquelle durch
Betteln verschafft,  gilt dies als gewerblich.  "Da reicht es schon, nur zweimal hintereinander
die  Hand  auszustrecken",  betont Hebein   -  die meint,  dass Bettelverbote  den Menschen-
und Grundrechten widersprechen.
 

Andere Menschen belästigen ist kein Menschrecht

Da  irrt die grüne Sozialsprecherin gewaltig,  denn es ist beileibe kein Menschenrecht, andere
Menschen auf der Straße zu belästigen, bedrängen und belabern. Es ist ganz sicher auch kein
Menschenrecht,  Kunden vor Supermärkten und Einkaufszentren aufzulauern, um ihnen sauer
verdientes Geld abzuschwatzen und dafür bunte Schundblättchen in die Hand zu drücken.
 
„Es ist natürlich auch kein Menschenrecht, mit dem aufdringlich zusammengeschnorrten Geld
die  osteuropäische  Bettelmafia  zu  finanzieren“,   hält der Wiener FPÖ-Klubobmann Mag. J.
Gudenus  bezüglich  der  grünen  Bemühungen,  das Verbot von gewerbsmäßigem Betteln in
Wien zu Fall zu bringen fest und fordert erneut ein generelles Bettelverbot, um die nach wie
vor herrschenden Missstände zu beseitigen.
 
Zum  Schluss sei noch erwähnt,  dass die grüne Sozialsprecherin, Birgit Hebein das Bettelver-
bot mit zunehmenden Rassismus gegen Roma und Sinti (Antiziganismus) vergleicht, denn sie
meint, dass das Betteln bei diesen Leuten als Tradition gesehen werden muss.
 
Sehr erstaunlich finden wir,  denn um die verschwindenden Traditionen der ehrlich arbeitenden
österreichischen  Bevölkerung,  scheint sich die Grünpolitikerin keine Sorgen zu machen.
 
*****

2012-06-11
 
 

Kommentare 

 
ferdi - 2012-06-11 20:43
Zitat:
Sehr erstaunlich finden wir, denn um die verschwindenden Traditionen der ehrlich arbeitenden österreichische n Bevölkerung, scheint sich die Grünpolitikerin keine Sorgen zu machen.

werden eh durch islamische traditionen ersetzt. also wo sehen du krasses problem :-)
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loopi - 2012-06-11 20:51
Aha, zahlen die auch Steuern?
Ich muss - noch ohne MwSt, MÖSt, usw. - ~50% zahlen.
Schwarzarbeit wie heute in den Main Stream Medien zu lesen war, wird aufs schärfste verurteilt. Gegenfrage: Betteln ist ok?!
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Müllers Büro - 2012-06-11 21:26
Steuern? Das ist doch sicher keine Tradition bei den Bettlern. Wenn die Grünen von den Steuern der Bettler leben müßten, wären sie schnell für ein Bettelverbot.
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Rudi - 2012-06-12 03:44
Einkünfte aus Bettelei unterliegen nicht der Einkommensteuer , weil sie keine Beteiligung am allgemeinen wirtschaftliche n Verkehr darstellen. (Es findet kein Leistungsaustau sch statt.)


Die Argumentation von *****, etwas könne kein Menschenrecht sein, wenn es einem lästig ist, ist natürlich zu einfach. Gerade das macht ja ein Recht aus, dass es der andere respektieren muss, auch wenn es ihm bequemer wäre, es nicht zu respektieren. Es ist Ausdruck einer bedenklichen Denkungsart, zu sagen: "Wenn es mich stört, dann gibt es darauf kein Menschenrecht."

Außerdem, liebe PISA-Opfer, sagt Hebein nicht, dass Betteln eine Tradition der Sinti und Roma sei, sondern dass Bettelverbote in der Tradition des europäischen Antiziganismus gesehen werden müssten.
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Ernst H. - 2012-06-12 08:03
Zitat:
Einkünfte aus Bettelei unterliegen nicht der Einkommensteuer , weil sie keine Beteiligung am allgemeinen wirtschaftliche n Verkehr darstellen. (Es findet kein Leistungsaustau sch statt.)

Umso bedenklicher ist es ja. Geld ohne Leistung. Diese Leute wären in diversen politischen Kreisen gut augehoben.
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Karl W. - 2012-06-15 14:28
zitiere Ernst H.:
Zitat:
Einkünfte aus Bettelei unterliegen nicht der Einkommensteuer , weil sie keine Beteiligung am allgemeinen wirtschaftliche n Verkehr darstellen. (Es findet kein Leistungsaustau sch statt.)

Umso bedenklicher ist es ja. Geld ohne Leistung. Diese Leute wären in diversen politischen Kreisen gut augehoben.

Dieses dürfte genau dem grünen Grundgedanken von Umverteilung entsprechen. Deshalb der Verteidigungsei fer der Links-Grünlastigen.
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XY - 2012-06-12 08:27
Antiziganismus? Als nächstes Unwort schlage ich dann Ziganophobie vor.
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XY - 2012-06-12 08:30
Freiheit der Erwerbstätigkei t? Betteln kann akzeptiert werden, wenn jemand in Not ist. Doch Erwerbstätigkei t ist es mit Sicherheit keine, sondern organisierte Kriminalität, und Menschenrecht noch weniger.
Die Möglichkeit, daß der politisch besetzte VfGH, wie auch bei Schainasylanten gern, dem Druck der Straße machgibt, besteht allerdings auch hier.
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gismorundsusi - 2012-06-12 08:35
Die machen das, was wir nicht dürfen:
german.irib.ir/.../...
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Karl W. - 2012-06-14 08:25
Nun RUDI, das von dir angesprochene Menschenrecht bezüglich des Betteln endet genau dort wo anderer Menschenrecht, nämlich das Recht auf ein von Belästigung freies Leben, beginnt.
Trotzdem liebe Grüße...
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Pezi - 2012-06-19 15:16
Ich ignoriere Bettler grundsätzlich. meine Frau leider nicht (beobachte ich generell, dass Frauen eher bereit sind Bettlern was zu geben oder Augustin zu kaufen) Supermärkte, die Bettler am Eingang dulden meide ich. Zuletzt bin ich von einem Hofer weggefahren. Beim Lidl war keine Belästigung.
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