Balkanverhältnisse in Österreich Zurück Drucken E-Mail

ÖVP unangefochten im Korruption-Spitzenfeld

Der  Kärntner Birnbacher-Skandal reiht sich nahtlos in die Skandalgeschichte der Republik
ein.   Es ist erschütternd,  dass die österreichische Politik aus Lucona,  Noricum,  BAWAG,
Länderbank,  AKH,  Konsum,  Euroteam  bis hin zu BUWOG und jetzt Birnbacher/Martinz-
Geldflüssen nichts gelernt hat und ein solcher Korruptionstsunami auch im Jahr 2012 noch
immer möglich ist.
 
Und  es  ist  erschreckend,  dass man  - wenn die Justiz nicht  endlich unabhängig und effi-
zient arbeiten wird -  auch bei Skylink und MAV-Cargo ähnliche Parteispendenskandale mit
Kick- Back-Zahlungen erleben wird. Es macht sprachlos, dass die Kärntner Justiz das Hypo-
Verfahren zwei Mal einstellt und erst jetzt - nachdem sich die ÖVP-Mannen Birnbacher und
Martinz eine jämmerliche Verteidigungsargumentation zurechtgelegt haben - durchzieht.
 
Die  mehrmalige  Einstellung  des  Ermittlungsverfahrens erhöht den Erklärungsbedarf der
ÖVP  über  die  amtsbekannte  parteipolitische  Einflussnahme  auf  Ermittlungsverfahren.
Es ist schlichtweg peinlich, dass zwei hochdotierte und zumindest bis diese Woche mündig
erscheinende  Personen vor Gericht zu einem jämmerlichen Häufchen Elend verfallen und
statt  Eigenschuld  über  ihr kriminelles Verhalten zu bekennen,  einmal mehr einen Toten
ohne jeglichen konkreten Beweis posthum diskreditieren.
 
Die  einzige  Konsequenz,  die  man  als  beobachtender  Außenstehender aus den Fällen
Martinz,  Birnbacher,  Strasser, Ranner, Kappeller, Schüssel, Grasser, BUWOG, Telekom,
Rauch-Kallat,  Mensdorff,  Platter etc.  ziehen  kann ist,  dass man mit der ÖVP und ihren
Funktionären tatsächlich keinen korruptionsfreien Staat machen kann.
 
Die  ÖVP  stellt sich mit ihrer Involvierung in sämtliche Korruptionsskandale der Republik
tatsächlich außerhalb des Verfassungsbogens.   Solange das die ÖVP in der Parteienland-
schaft gibt, wird es auch Korruption geben.

Alleine die mehrfache Einstellung der Ermittlungen rund um den ÖVP-Steuerberater Birn-
bacher  und  die  Beendigung  des  diesbezüglichen  Kärntner Untersuchungsausschusses
durchden Kärntner ÖVP-Klubobmann Tauschitz zeigt, dass die ÖVP keinerlei Interesse an
vollständiger Aufklärung hat.
 
Solange die ÖVP mit Justizministerin Karl an der Spitze der Justiz steht, wird niemals eine
Aufklärung  über alle Skandale der Republik erfolgen.   In Zukunft muss eine tatsächliche
unabhängige Persönlichkeit an der Spitze des Justizapparates stehen.
 
*****

2012-07-28
 
 

Kommentare 

 
Peter Laskaris 2012-07-28 22:33
..der Artikel stimmt, die Überschrift ist falsch: von "Verhältnissen wie am Balkan" sind wir Lichtjahre entfernt, will gar nicht ins Detail, aber wieviele Spitzenpolitike r wurden bei uns in den letzten Jahren ermodert? Null, am Balkan: VIELE...es sind ganz typisch Österreichische "Club 45" Probleme, ums mal vorsichtig auszudrücken, es ist halt alles nicht mehr so einfach zu vertuscheln, den "neuen" Medien, wie z.B. Erstaunlich, sei dank...Die Beute zu Schellhammer & Schattera, Reden in der Eden und dann in den Club 45 is nicht mehr..:-)
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Herr Karl - 2012-07-28 23:55
Der Balkan fängt am Ballhausplatz an. Das ist ein alter Spruch der sich tagtäglich bewahrheitet.
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XY - 2012-07-29 14:34
Die Schlußfolgerung ist falsch. Der Minister ist nur eine Frontfigur, die (intern) wenig zu reden hat.

Unter dem bisher unfähigsten Justizminister der 2. Republik, Nikolaus Michalek, wurde die gesamte Justiz inden 90er Jahren dunkelrot eingefärbt, diese Beamten sitzen großteils an den Schaltpulten.
Die Kritik an der ÖVP ist berechtigt. Die Optik konnte aber nur dadurch entstehen, weil sämtliche, und erheblich größere, Korruptionsfäll e im Bereich der SPÖ von der roten Justiz nicht angetastet werden. Allein die Milliarden-Korruption in Wien wurde noch nie untersucht. Als fatales Beispiel ist die Hamas-Finanzierung bekannt, wo die Ermittlungen auf Weisung der damaligen Ministerin Berger eingestellt worden waren und HeiFisch sofort die beteiligten Terroristen empfing und beglückwünschte .
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Gutmensch? - 2012-07-29 21:54
Und die FPÖ war nirgends beteiligt? Die FPÖ hat die meisten verurteilten Verbrecher in den eigenen Reihen.
Hier einen auf großen Saubermacher zu machen ist ja wohl wirklich lächerlich
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Müllers Büro - 2012-07-29 22:05
zitiere Gutmensch?:
Die FPÖ hat die meisten verurteilten Verbrecher in den eigenen Reihen.

Sie verwechseln da etwas. Die FPÖ hat die meisten politisch Verurteilten in ihren Reihen.
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XY - 2012-07-31 18:17
Gutmenschen mögen die FPÖ nicht?
Na, wenn das nicht erstaunlich ist... :D
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keingutmensch - 2012-07-31 18:26
ein gutmensch bin ich sicher keiner, aber so zu tun, als ob die fpö eine saubere partei wäre, ist schlichtweg falsch.
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