Wirtschaftspolitisches Armageddon Zurück Drucken E-Mail

ESM mit unbegrenzter Liquidität auszustatten ist völliger Irrsinn

Die  Ausstattung  des  ESM  mit unbegrenzten Mitteln,  ist ein völliger Irrsinn und führt in
ein  wirtschaftspolitisches  Armageddon.   Diese Strategie kann nur direkt  in eine Mega-
Inflation führen.
 
Bisher ist die Wirtschaftskrise von den Banken auf die Staaten, von diesen auf die Bonität
Einzelner und weiter auf das Wirtschaftswachstum verlagert worden.   Jetzt soll es offen-
sichtlich mit Inflation weitergehen.   Damit würde aber die Krise der Eurozone tatsächlich
zu einer Krise des Euro,  der seine Funktionalität auf breiter Front einzubüßen droht.
 
Eine  Inflation  ist  nicht  plan- oder  gestaltbar und bewirkt immer eine große Gleichmach-
erei der ihr unterworfenen Wirtschaftssubjekte. Schulden werden zwar entwertet,  parallel
dazu aber  auch  Vermögen.  Da aber Kapitalakkumulation (das heißt Sparen im volkswirt-
schaftlichen  Sinn)  in  nahezu  allen  Wachstumstheorien  einer  der Haupttreiber für Wirt-
schaftswachstum und Fortschritt ist, würde sich Europa auf viele Jahre hinaus seiner
eigenen Wachstumschancen berauben.

Inflation  bewirkt weiters eine Verelendung der breiten Masse.   Uns stünden dann Zeiten
enormer  Unsicherheiten,  mit  Funktionsverlust  der  Währung und zwangsläufiger Währ-
ungsreformen bevor, die einem vernünftigen und produktiven Handeln nicht gerade zuge-
tan sind.

Europa  steht daher vor der Entscheidung mit einem gemeinsamen Euro unter zu gehen,
oder  die  Währung  in  einen  harter  Nord-Euro  und  einen weicher Süd-Euro zu teilen.
Mario Draghis  Wunschkonzert  des  Erhalts der Eurozone,  der in unserem Fall nur das
Zahlen bis in alle Ewigkeit bedeutet, darf sich daher nicht erfüllen.
 
*****

2012-08-01
 
 

Kommentare 

 
Ing. Turner - 2012-08-01 20:42
Warum zwischen Nord- und Süd-Euro differenzieren? Ich meine es wäre besser komplett aus der Eurozone auszusteigen. Sicher wird es nicht ohne Opfer abgehen. Aber besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
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JD - 2012-08-01 23:24
Wieso die trieste Schwarz/Weiss Malerei?
Die Nationalstaaten führen ihre Nationalwährung en wieder ein und Supranational gibt es weiterhin den Euro.
So hat jeder was davon, auch die Schwachen Gab es übrigens schon mal in schwacher Form, der ECU, bevor der EU Moloch freigelassen wurde.
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rudo - 2012-08-02 00:17
Inflation  bewirkt weiters eine Verelendung der breiten Masse

Ist doch ohnehin bereits eingetreten,zB. bei Pensionisten mit 600€ im Monat!
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XY - 2012-08-02 15:53
Unbedingt trennen muß man die Gemeinschaftswä hrung und die Wirtschaftspoli tik.
Maastricht beschränkte das Schuldenmachen, die Deutschen scherten als erste aus. So etwas wie der ESM war nie vorgesehen.

Aber am österreichische n Beispiel sieht man in aller Deutlichkeit die Unfähigkeit der Politiker. Behauptet wird ein Defizit von "nur" 4-6 %. Gemeint damit ist allerdings die Neuverschuldung . Die Realverschuldun g beträgt
www.staatsschulden.at/
2/3 davon sind in den letzten beiden Legislaturperio den geschaffen worden.

Allein durch das letzte Belastungspaket wird die Gesamtverschuld ung um 20-30 % zunehmen. Weil natürlich nirgends gespart wird, sondern weiter belastet.
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