Alkoholverbot in Reisezügen?
Bei den österreichischen Bundesbahnen denkt man seit geraumer Zeit, über ein Alkohol- verbot während der Zugfahrt nach. Das heißt aber nicht, dass ein Reisender im Speise- wagen kein Bier mehr zum Essen erhält. Es geht hier vorwiegend um den Alkoholkonsum von Personen, die sich zum Beispiel während der Reise vor oder nach einem Fußballspiel sinnlos betrinken und dann andere Fahrgäste belästigen, die Waggons beschmutzen oder fremdes Eigentum beschädigen. Es ist jene Spezies, die schon mit einem alkoholischen Getränk in der Hand, laut grölend den Eisenbahnwaggon betreten. Wir finden, dass die ÖBB mit der geplanten Maßnahme eines Alkoholverbotes rechtens handelt. Reisende werden belästigt
Wie kommen andere Personen dazu, sich von Betrunkenen belästigen zu lassen. Selbst die Raucher haben es zur Kenntnis genommen, dass sie mit ihrem Laster andere Reisende behelligen und haben sich mit dem Rauchverbot abgefunden. Also ist es auch einem Alkoholiker zuzumuten, dass er einige Zeit ohne Alkohol auskommt. Wer nicht alkoholkrank ist, dem werden einige Stunden ohne geistige Getränke ohnehin nichts ausmachen. Was ist mit den Grünen los?
Es kann ja auch niemand mit einer Wodkaflasche in der Hand ein Flugzeug betreten. Also warum soll das bei einem Personenzug nicht gelten. Das sehen die niederösterreichischen Grünen offensichtlich nicht so. Sie meinen, dass pünktliche Züge wichtiger wären als ein Alkoholverbot und unterstützen unter dem hochgeistigen Motto „Mei Bier is net deppat“, das Online-Magazin „Oekonews“. Erstaunliche Meinung
Auf dieser Webseite ist man der Meinung, dass ein Alkoholverbot in österreichischen Zügen, die ÖBB besonders für junge Menschen noch unattraktiver machen würde. Da kann man nur staunen, welche Meinung die Herrschaften von der österreichischen Jugend haben. Grüne Politikerinnen für Alkoholkonsum
Aber mit dieser erstaunlichen Meinung ist „Oekonews“ nicht allein, den die grünen Damen LAbg Amrita Enzinger und BRin Elisabeth Kerschbaum, dürften ebenso denken. Anders ist es sonst nicht erklärbar, dass die beiden Politikerinnen bereits an Protestflaschen basteln, welche sie am Freitag, den 23.10.09 um 10 Uhr bei der ÖBB Personenverkehrs AG, 1100 Wien, Wienerbergstraße 10, abgeben wollen. Protestaktion
„Oekonews“ ruft nämlich an dieser Örtlichkeit und zu diesem Zeitpunkt, zu einer Protest- aktion gegen das geplante Alkoholverbot in Zügen auf. Dabei sollen dem ÖBB-Management diese Protestflaschen übergeben werden. Na ja, ob jene Person die sich diese Idee einfallen hat lassen ganz nüchtern war, wollen wir bezweifeln. Zwei verschiedene Paar Schuhe
Aber zurück zur Politik, bzw. deren erstaunliche Vertreterinnen. Es ist schon richtig, wenn die ÖBB darauf hingewiesen wird, dass ihre Züge pünktlich verkehren sollen. Was das allerdings mit einem geplanten Alkoholverbot wegen sinnloser Besäufnisse und den daraus resultierenden Belästigungen anderer Reisender und Sachbeschädigungen zu tun hat, ist mehr als undurchsichtig. Bezug zur Realität verloren?
Aber vielleicht haben sich die grünen Politiker bereits so an ihre komfortablen und PS-starken Dienstautos gewöhnt, sodass sie keine Erinnerung mehr daran haben, wie es ist im Zug zu reisen und von einem oder mehreren Betrunkenen belästigt zu werden. Unterstellung
Denn den Jugendlichen zu unterstellen, dass für sie das Bahnfahren noch unattraktiver wird, wenn man keinen Alkohol dabei trinken kann, ist gerade einer Ökopartei wie den Grünen nicht würdig. Also hoffen wir das die beiden Damen LAbg Amrita Enzinger und BRin Elisabeth Kerschbaum, nur um des protestieren Willen, die Protestaktion von „Oekonews“ unterstützen. Bitte Rücktritt nicht vergessen
Das wäre noch verzeihlich, denn so etwas ist man von den Grünen ohnehin gewöhnt. Sollten die beiden grünen Politikerinnen jedoch tatsächlich die Meinung dieses Online-Magazins teilen, wäre es angebracht wenn sie sich aus ihren politischen Funktionen zurückziehen. Stauni 2009-10-22
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