Es lebe die Schweinegrippe Zurück Drucken E-Mail

Pharmaindustrie witterte gutes Geschäft

Was macht ein Geschäftsmann, wenn ein großartig angekündigtes Produkt wahrscheinlich
nicht jenen Erfolg bringen wird, den er sich erwartet.  Man muss es nur ordentlich bewerben.
Genauso verhält es sich nun mit dem Impfstoff für die Schweinegrippe.

Hieß es vor gar noch nicht so langer Zeit, die Schweinegrippe würde für Österreich keine
Gefahr darstellen, präsentiert man nun diese als herannahende Volksseuche. Wahrscheinlich
liegt es daran, dass die Pharmaindustrie bereits fleißig begonnen hatte, ein Impfserum gegen
das  H1N1-Virus herzustellen.

Die meisten Mediziner dagegen

Auch die meisten Mediziner sprechen sich gegen eine Impfung aus. Da nützte es gar nichts,
wenn das Gesundheitsministerium verlautbarte, dass zuerst nur „gefährdete“  Personen
geimpft werden.. Also VIP´s der Injektionsnadel, wie ärztliches Personal, Polizisten und
Bundesheerangehörige.

Auch diese Vorgaukelung eines eventuellen Engpasses beim Impfserum werden die Bevölk-
erung nicht zu einem Run auf dieses verleiten, wie man es ja im benachbarten Deutsch-
land gesehen hat.

Ein „Glücksfall“ für die Pharmaindustrie

Da war es doch wie ein Gottesgeschenk für die Pharmaindustrie, dass ein 11-jähriges
Mädchen aus Südtirol, angeblich an der Schweingrippe erkrankt ist. Angeblich deshalb,
weil der behandelnde Arzt von einem ungewöhnlichen Krankheitsverlauf spricht.
 
In der gestrigen ZIB des ORF konnte man sehen, wie das kranke Kind werbewirksam
vermarktet wurde, als es in die Kinderabteilung der Innsbrucker Uni-Klinik überstellt
wurde.

Immer schön in die Kamera winken

Immer wieder war der Eingangsbereich der Intensivstation zu sehen, wo eine Mitarbeiterin
(vermutlich Krankenschwester oder Ärztin) in die Kameras winkte. Na wenn das nicht die
Bevölkerung zu einer Schutzimpfung animieren soll, was dann sonst?

PR-Aktion war ein Flop

Aber offensichtlich hat auch diese „Werbeaktion“ nicht wirklich etwas gebracht, denn
heute hat in den Tiroler Krankenhäusern eine große Impfaktion gegen die Schweine-
grippe für medizinisches Personal begonnen. Das Interesse daran war jedoch äußerst
gering.

Hoffentlich genügend Lagerplatz

Ab 9.November kann sich dann das gemeine Volk gegen den H1N1-Virus impfen lassen.
Allerdings so wie die Lage zur Zeit aussieht und wenn man sich die Meinung der Bevölker-
ung aus diversen Umfragen anhört, wird das Serum seinen Platz in der Lagerhalle neben
den Vogelgrippe-Schutzmasken finden.

Stauni
  
2009-10-27
  
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kritikus.at     |2009-10-27 20:48:09
Das alles geht auf einen Quacksalber in Amerika zurück, der den Leuten,
die Krebs hatten oder denen er das einreden konnte, reines Rohöl
als Wundermittel verkaufte. Über einen seiner Nachfahren stand 1905
im McClure's Magazine "...Er hat den Handel von einem friedlichen Unternehmen zum Krieg
gemacht und durchsetzt ihn mit grausamen und korrupten Praktiken;
er verwandelte den Wettbewerb von einem ehrlichen Bemühen in einen
halsabschneiderischen Kampf..."
und ein gewisser Senator Robert LaFollette erklärte ihn zum „größten Verbrecher unseres Zeitalters". Richtig los ging es dann 1928, als der Clan das amerikanische
Arzneimittelkartell gründete. Wenn man nun noch bedenkt, dass schon seit
damals systematisch Medienfirmen und Konzerne gekauft
und Universitäten mit immensen Beträgen gefördert (also auch
gekauft) wurden, dann dämmert es einem langsam, wie (und vor allem in
welche Richtung) der Hase läuft...

Aber wie auch immer,
wenn unsere Gewaltigen schlau sind, werden sie keinen Lagerplatz
brauchen. In Amerika sind sie nämlich schon weiter. Dort gibt es
Impfwillige in Massen und viel zu wenig Impfstoff. Mit ein
wenig Geschick können sie aus der Not noch ein Geschäft machen... :)
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