Männliches Stubenmädchen gesucht Drucken E-Mail

Ein sonderbares Gesetz

Wir haben im März dieses Jahres den Beitrag "Geschlechtsneutral" verfasst. In diesem geht
es um das erstaunliche Gesetz der geschlechtsneutrale Stellenausschreibung. Mit diesem
Gesetz werden Unternehmer daran gehindert, rasch und zielgerecht geeignetes Personal
für ihre Betriebe zu suchen.

Da die Stellenausschreibungen geschlechtsneutral und ohne spezielle Anforderungen, wie
Höchst- oder Mindestalter oder eventuelle körperliche Voraussetzungen udgl. mehr ausge-
schrieben werden müssen, erschwert dieses Gesetz auch den Arbeitssuchenden die Suche
nach einer geeigneten Stelle und erweckt vielleicht Hoffnungen, die dann nicht erfüllt werden
können.

Verwarnung für Schneidermeister

Welche seltsame Blüten dieses Gesetz nun hervorgebracht hat, war gestern auf "salzburg.orf.
at" zu lesen. Ein Schneidermeister aus Salzburg suchte per Inserat eine Damenschneiderin
für seine Maßschneiderei.

Das bescherte ihm eine Verwarnung der Gleichbehandlungsanwältin Monika Groser, da der
Unternehmer die Stelle auch männlichen Bewerbern anbieten hätte müssen. Der Schneider-
meister wollte aber keinen Mann für die Damenabteilung seiner Maßschneiderei.

Weibliche Kundschaft will weibliche Bedienung

Als Begründung führte er an, dass seine weibliche Kundschaft keinen Wert darauf lege, wenn
ein Mann im Damenschritt Maß nehme. Eine völlig einleuchtende Begründung finden wir. Als
Kunde muß es wohl jedem Einzelnen überlassen sein, von wem er bedient werden will.

Unterschied zwischen Frauenarzt und Schneiderei

Die Frauenanwältin Monika Groser sah dies jedoch anders und begründete ihre Verwarnung
damit, dass auch 80 Prozent der Gynäkologen Männer sind. Aus diesem Satz schliessen wir,
dass Frau Groser entweder noch nie beim Frauenarzt oder nie in einer Maßschneiderei war,
denn sonst würde sie den Unterschied kennen.

Gesetzestreues Inserat

Für diese Dame haben wir heute in der Kronen Zeitung, auf Seite 36 unter der Rubrik Touristik-
Hotellerie/Gastgwerbe folgendes Inserat gefunden, welches wir wörtlich wiedergeben.

SUCHEN Stubenmädchen (m/w) für 3*** Hotel in Wien, Montag bis Freitag, geringfügig. Tel:
0650/......


Mit diesem Text hat der Hotelunternehmer dem Gesetz der geschlechtsneutralen Stellenaus-
schreibung voll genüge getan. Da wird sich auch eine Frau Groser die Zähne daran ausbeißen,
wenn sie hier eine Verwaltungsstrafe verhängen oder eine Verwarnung aussprechen will.

Lügen oder sich zum Affen machen

Allerdings hat sich dieser Unternehmer aus der Not heraus zum Affen gemacht. Denn ein männ-
liches Stubenmädchen gibt es nicht. Das ergibt sich schon allein aus dem femininen Wort "Stu-
benmädchen".

Dieses erstaunliche Gesetz, dass völlig praxisfremd und unlogisch ist, zwingt Unternehmer zum
Lügen oder sich als Trottel darzustellen.

Nachdenken wäre erwünscht

Vielleicht sollte Frau Groser in einer besinnlichen Stunde in sich gehen und darüber nachdenken.
Laut ihrer eigenen Aussage ist jedes vierte Inserat nicht geschlechtsneutral und das werte Frau
Gleichbehandlungsanwältin hat auch seinen guten Grund.

Wenn Frau Groser einmal nach Wien kommt, sollte sie unbedingt die nach einer Oper benannten
Konditoreikette besuchen. Obwohl diese Firma ihre Stellenausschreibungen gemäß dem Gesetz
geschlechtsneutral verfasst, haben wir noch in keiner einzigen Filiale eine männliche Bedienung
gesehen.

Bauer sucht.....

Aber wir können Frau Groser noch einen Tip geben. Die im "ATV" laufende Sendung "Bauer
sucht Frau", wäre eigentlich auch nicht gesetzeskonform. Zum Ersten weil die Suche nicht
geschlechtsneutral ausgeschrieben ist und zum Zweiten weil dadurch Schwule diskriminiert
werden.
 
Also folgt man den Buchstaben des Gesetzes, müsste es heißen "Bauer sucht Frau oder
Mann".

*****

2009-12-29
  
 

Kommentare 

 
fred - 2009-12-29 22:47
]Gleichstellung sbüro mit 28 Frauen – und einem Mann.Salzburger Trachtenmoden – Besitzer sucht per Inserat eine Schneiderin für die weibliche Kundschaft – und bekommt es jetzt mit der Gleichbehandlun gsanwaltschaft zu tun.
Grund: Der Betreiber hätte das Inserat „geschlechtsneu tral“ schreiben müssen.
Dabei hat es die Anwältin selbst nicht so mit Männern.

Willi Lanz von Lanz Trachtenmoden in Salzburg sucht eine Frau.
Für vielen Kundinnen,die sich oft eben lieber von gleichgeschlech tlichen Schneiderinnen
An die noch zu nähende Wäsche gehen lassen wollen.
Das allerdings ist jetzt wieder Monika Groser ein Dorn im Auge. Fr.Graser ist
„Regionalanwält in für Gleichbehandlun g von Fauen und Männern in der Arbeitswelt“
Was Lanz lt.Juristin falsch gemacht hat: Das Inserat hätte sich nicht nur an Frauen, sondern auch an Männer richten müssen.

Erste Frage: Suchen diese Anwältinnen jeden Tag Inserate nach „Geschlechts-Fehlern“ ab?
Ja ! Groser: Praktikantinnen und Praktikanten sehen sich die Inserate an. Wer nicht neutral ist,
bekommt eine schriftliche Warnung. Hunderte pro Woche, Tausende im Jahr.

Frage zwei: Wieso gibt es bei 28 MitarbeiterInne n nur einen Mann ?
Groser: Viele Frauen werden Opfer von Gewalt durch Männer. Sie suchen lieber das Gespräch mit einer Frau. Das ist keine prinzipielle Ablehnung.

Gesehen bei Kronen Zeitung von Michael Pommer
 
 
fred - 2009-12-29 23:13
Es kann sich jeder über die Sinnlosigkeit dieses Gesetzes den Kopf
zerbrechen !
 

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