Herbeigewünschte Diskriminierung Drucken E-Mail

Schreuder surft weiter

Der grüne Gemeinderat und Landtagsabgeordnete Marco Schreuder, surft in seinem
heutigen „Blog-Beitrag“ wiederholt auf der Diskriminierungswelle. Grund dafür sind die
unlängst erschienen Meldezettel, auf denen der Familienstand eingetragen werden muss.


Er ist nach wie vor der Meinung, dass durch diesen Eintrag, Homosexuelle zwangs-
geoutet werden. Wir verstehen den Begriff „Zwangsouting“ nicht ganz, nachdem
sich die betreffenden Personen am Standesamt selbst geoutet haben.

Schreuder meint wörtlich:“Heteros waren sicher auch "geoutet", allerdings haben Hetero-
sexuelle kaum mit Diskriminierungen aufgrund einer sexuellen Orientierung zu kämpfen.“
Nun da wollen wir den Grünpolitiker einmal auf den Boden der Realität zurückholen.

Wie schaut es wirklich aus?

Wir haben den heutigen Tag mit umfangreichen Internetrecherchen und zahlreichen Tele-
fonaten verbracht, um die Diskriminierungsgefahr für folgende in Österreich lebende
Minderheiten zu ermitteln.

Jüdische und islamitische Mitbürger, sowie in Österreich lebende Ausländer egal welcher
Herkunft. Diese Minderheiten müssen neben ihrem Familienstand, wie jeder Melde-
pflichtige, Religionsbekenntnis, Geburtsort und Staatsbürgerschaft eintragen.

Die Hälfte der Österreicher zeigt Tendenz zu Fremdenfeindlichkeit. Zu diesem Ergebnis
kommt eine Studie der Universität Innsbruck. Als harter Kern und Diskriminierungs-
gefahr, bleiben immerhin noch stolze 26 Prozent.

Der Anteil der Antisemiten in der österreichischen Bevölkerung, beträgt immerhin 23
Prozent. Diese ermittelte Gruppe neigt dazu, jüdische Mitbürger zu diskriminieren.
Außerdem ist es noch gar nicht solange her, dass diese Mitbürger in Österreich, auf
Grund ihres Religionsbekenntnisses umgebracht wurden.

Im Spitzenfeld der Ablehnung befinden sich Personen mit islamitischen Glaubens-
bekenntnis. Diese werden immerhin von 28 Prozent der Österreicher(innen) abgelehnt.
Noch dazu fährt eine österreichische Partei (FPÖ) ganz unverblümt einen Anti-Islamkurs.

Bis zum heutigen Tage, kamen von diesen Minderheiten keine Diskriminierungsvor-
würfe, welche den Eintrag in den Meldezettel betrifft und das obwohl es in Österreich
mit der Akzeptanz dieser Leute ebenfalls nicht ums Beste bestellt ist.

Türke, Schwarzafrikaner oder Homosexueller?

Wir wollen Ihnen ein kleines Beispiel vor Augen führen. Was glauben Sie, wen sich Öster-
reicher mit einem o.a. Ablehnungsverhalten wohl eher als Wohnungsnachbarn vorstellen
können. Eine Türkenfamilie, einen Schwarzafrikaner  oder ein homosexuelles Paar?

Richtig geraten, die Homosexuellen werden eindeutig der Türkenfamilie oder dem Schwarz-
afrikaner vorgezogen werden.

Man sucht ein Problem, das keines ist

In Angesicht der o.a. Tatsachen fragen wir uns schon, mit welcher Unverfrorenheit sich
manche Homosexuelle das Recht herausnehmen, sich als Diskriminierungsopfer  darzu-
stellen. Es entsteht der optische Eindruck, dass sich einige Vertreter dieser sexuell anders
orientierten Menschen, eine Diskriminierung herbeiwünschen.

Allerdings glauben wir, dass dieses erstaunliche Politikum von den Grünen absichtlich als
Diskriminierungsproblem hingestellt wird, um von den eigenen wirklichen Problemen ab-
zulenken. Ob die Grünen mit einer derartigen Gangart den Homosexuellen einen Gefallen
erweisen, sei dahingestellt.

*****

2010-01-18
 
 

Kommentare 

 
gustav - 2010-01-18 23:55
so is es. hamma keine probleme dann machma sich welche.
 
 
Kritiker - 2010-01-19 02:02
Wahrscheinlich liegt es nicht im Interesse der Homosexuellen, dass die Grünen einen derartigen Kurs fahren. Es ist eher anzunehmen, dass diese ihre Ruhe haben wollen und durch das ewige Diskriminierung sgeschreie von profilierungssü chtigen Politikern der Grünen Fraktion, in dieser massiv gestört werden.
 
 
Rigardi.org - 2010-01-19 02:08
Die Sache ist schlichtweg, dass man die Meldezettel-Angabe, die jemanden als Homosexuellen outen würde einfach ändern bzw. zum Punkt Ehe dazustellen könnte (also in Ehe/eingetr. Partnerschaft lebend).

Beim Herkunftsland ist das aus rechtlichen Gründen nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Das Problem der möglichen Diskriminierung für einen Schwarzafrikane r lässt sich am Meldezettel also nicht lösen, das Problem mit dem Zwangsouting jedoch schon.
 
 
Kritiker - 2010-01-19 02:22
Das Problem mit dem Meldezettel läßt sich ganz einfach lösen. Kreuzerl einfach dort hinmachen wo man will. Es wird ohnehin nicht überprüft.

Das Problem beim Schwarzafrikane r läßt sich überhaupt nicht lösen. Denn er hat eine dunkle Hautfarbe die ihn automatisch zwangsoutet.
 
 
Rigardi.org - 2010-01-19 03:50
Naja, letzteres trifft auf viele, aber nicht auf alle zu ;-)

Einen Meldezettel wissentlich falsch auszufüllen ist afair strafbar, zudem ist es auch eine Frage von "wie sensibel geht der Staat mit der Thematik um".
 
 
erich - 2010-01-19 13:30
Nur interessenshalb er, welche Hautfarbe hat den dann ein Schwarzafrikane r, der nicht dunkelhäutig ist.

zitiere Kritiker:
Das Problem mit dem Meldezettel läßt sich ganz einfach lösen. Kreuzerl einfach dort hinmachen wo man will. Es wird ohnehin nicht überprüft.

Das ist wohl auch nicht Sinn der Sache.
 
 
Rigardi.org - 2010-01-19 17:48
Also, "Schwarzafrika" definiert Afrika südlich der Sahara, ein Schwarzafrikane r kann also aus diversen afrikanischen Ländern inkl. Südafrika kommen. Der Begriff mag sich ursprünglich mal aus der Hautfarbe der indigenen Bewohner abgeleitet haben, hat heute aber nichts mehr damit zu tun und ist lediglich eine grobe, geografische Definition. Nicht jeder, der einen sudanesischen, kongolesischen, tansanischen, ghanaischen oder eben auch südafrikanische n Pass hat muss zwingend schwarze Hautfarbe haben. Ethnizität und staatliche Herkunft sind zwei Unterschiedlich e Dinge.

In Südafrika gibt es etwa nicht wenige Nachfahren der früheren, holländischen Kolonialherren (vgl. Entstehung der Sprache "Afrikaans"), wie auch ganz normale "Zugewanderte". Das Gleiche gilt - in verschiedenem Umfang - für viele andere schwarzafrikani sche Länder in denen es auch Weiße/Hellhäutige mit entsprechendem Pass gibt.
 
 
kritikus.at 2010-01-19 13:35
@Georg

" Naja, letzteres trifft auf viele, aber nicht auf alle zu ;-) "

Das verstehe ich jetzt aber nicht. Ein SCHWARZAfrikane r MUSS wohl eine dunkle Hautfarbe haben, sonst wäre er ja ein solcher nicht - oder?

Bezüglich des Meldezettels hast Du vollkommen recht. Momentan wird es zwar mit Sicherheit niemand merken, wenn auf ein dort zB für Stand oder Religionsbekenn tnis falsche Eintragungen gemacht werden. Ratsam ist es trotzdem nicht, denn in absehbarer Zeit wird man wahrscheinlich für sowas ohne es zu merken recht schnell auf einer der vielen Listen für Terrorverdächti ge (oder noch schlimmer - für Filesharer ;-) ) aufscheinen...

@Admin
Irgendetwas scheint mit der Kommentarfunkti on nicht zu stimmen...
 
 
erich - 2010-01-19 13:33
Hallo Kritikus!
Sie haben irrtümlich eine falsche URL gesetzt. Statt at nämlich st.

Dadurch kommt man mit dem Link nicht auf Ihre Seite
 
 
erich - 2010-01-19 13:38
Ich habe die URL richtig gestellt. Verlinkung funktioniert jetzt.
 
 
kritikus.at 2010-01-19 13:36
@Georg

>> Naja, letzteres trifft auf viele, aber nicht auf alle zu ;-)
 
 
kritikus.at 2010-01-19 13:36
>>Naja, letzteres trifft auf viele, aber nicht auf alle zu ;-)
 
 
Blindenhund - 2010-01-19 13:55
zitiere erich:
Nur interessenshalb er, welche Hautfarbe hat den dann ein Schwarzafrikane r, der nicht dunkelhäutig ist.

Den gibt es nicht, denn die nicht dunkelhäutigen aus der Gegend heißen Subsahara-Afrikaner. Immer diese Bildungslücken, aber gottseidank gibt es ja google.
 
 
erich - 2010-01-19 19:27
@Rigardi
Wenn ich Ihre Antwort richtig interpretiere, gibt es helläutige Schwarzafrikane r. Wirklich sehr ERSTAUNLICH!
 

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