Peep69 Drucken E-Mail
 

Verkehrte Welt

Jetzt verstehe ich die Welt nicht mehr. Als ich vor knapp über einem Jahr mein Online-
Magazin herausbrachte und dieses auf Grund eines ORF-Berichtes relativ schnell bekannt
wurde, war ich über eine gewisse Zeitdauer der Buhmann der österreichischen Bloger-
szene.

Man warf mir vor, wie ich als Peepshowbetreiber überhaupt eine eigene Meinung haben
kann und dann noch wage diese öffentlich zu  publizieren. Auch mein Auftritt in der Send-
ung „Hohes Haus“ mutierte zum Skandal.

Die Kunst der Zukunft „Peep69“

Kassieren statt zahlen

Wenn ich mir nun so diesen „Beitrag“ im Online-Magazin des Oliver Ritter durchlese stelle ich
fest, dass meine künstlerischen Ambitionen seit über 20 Jahre verkannt werden. Ich habe
noch nie eine Subvention oder einen Baukostenzuschuss erhalten. Ganz im Gegenteil, ich
bezahle Abgaben in schwindelnder Höhe.

20 Prozent Vergnügungssteuer und 20 Prozent Umsatzsteuer. Von dem was dann noch
Netto überbleibt, darf ich  noch zusätzlich die Hälfte an den Vater Staat abführen. Da hat
mir doch der Betreiber des Swingerclubs „Element6“ einen schönen Denkanstoss geliefert.

Wenn es mir gelingt meine Rotlichtlokale als Kunst zu verkaufen, werde ich möglicherweise
gefördert und erspare mir jede Menge an Abgaben.  Sollte ja nicht so schwer sein einen
Künstler zu finden, mit dem ich das Ding durchziehen kann.

Suche schwulen Künstler

Da mir immer wieder vorgeworfen wird Homosexuelle zu diskriminieren, was natürlich nicht
stimmt, suche ich einen schwulen Künstler. Da ich allerdings keine Kontakte in die Homosex-
uellenszene habe, ersuche ich den Herausgeber von Tthinkoutsideyourbox  Oliver Ritter,
mir einen schwulen Künstler zu vermitteln.

Ich weiß nicht ob Ritter selbst homosexuell ist, schließe allerdings aus seinem Magazin, dass
er zumindest Verbindungen in die Szene hat. Noch wirkungsvoller statt einem schwulen
Mann, wäre eine lesbische Künstlerin. Damit würde ich auch etwas für die Quotenregelung
tun.

Lokale sind bereits kunstgerecht

In den Lokalen selbst sind keine größeren Umbauten notwendig. Diese sind bereits künst-
lerisch gestaltet. Mit Drehbühnen und vielen bunten Lampen. Auch um die behördlichen
Angelegenheiten braucht sich niemand Sorgen zu machen, denn die Lokale sind veran-
staltungsrechtlich genehmigt und konzessioniert.

Alles was das Künstlerherz begehrt

Alle haben Spaß an der Kunst

Die künstlerische Auslebung ist auf jeden Fall vorhanden und bietet mehr als ein Swinger-
club. Während auf der einen Seite der Glasscheibe die Tänzerin ihre Kunst darbietet, kann
sich der kunstverstandene Gast  auf der anderen Seite, ebenfalls künstlerisch mit sich selbst
entfalten. Was gibt es denn schöneres, als wenn Kunst so mannigfaltig ist.

Also werter Oliver Ritter, nun sind Sie gefordert. Machen Sie Nägel mit Köpfe, anstatt nur
zu kritisieren, weil ein Ihnen nicht genehmer Politiker eine Subvention von Rotlichtlokalen
als Skandal empfindet.

Erich Reder

2010-02-24
  
 

Kommentare 

 
pit - 2010-02-24 19:38
ist ja garnicht so abwegig ("gggg"). ich könnte mir sogar vorstellen, daß sie ihre lokale sozusagen als dependance in einem museum (etwa kunst- oder naturhistorisch es) unterbringen sollten. immerhin ist ihre branche ja aus einem der ältesten gewerbe entstanden und hat ja sehr viel mit kunst und natur zu tun. man könnte dazu auch noch vllt. eine abteilung mit dem titel "das gewerbe im wandel der zeiten" bringen. wie ja auch in jedem museum üblich.
(leider gibts bei ihnen keine smilies, es gäbe da so einige sehr zutreffende :-)).
 
 
pit - 2010-02-24 19:49
würde ich noch die "Kammern der gewerblichen Wirtschaft" für die ausstellung empfehlen, denn dort ist ja "der handel und das gewerbe" und seine mitglieder zuhaus. und hätte den weiteren vorteil von vielen plätzen in jedem bundesland (wanderausstell ung).
 
 
adonis - 2010-02-24 23:24
wo kann ich mich als darsteller anmelden
 
 
erich - 2010-02-24 23:37
Bei der Geschäftsleitun g der Peep69 in Wien 10., Davidgasse 20
 

ZUM KOMMENTIEREN BITTE ZUERST ANMELDEN. DANKE!

 

Archiv

Banner
 
Banner
 
Banner