Rot-Weiß-Rot bis in den Tod Zurück Drucken E-Mail

Die Motive der ÖVP

Dachten wir bis dato dass es nur die SPÖ ist, die auf „Grünen Pfaden“ wandelt um sich
für die nächste Generation ihre Wählerschaft zu sichern, stellt sich nun heraus, dass auch
die ÖVP für ungezügelte Zuwanderung ist.

Allerdings  liegen die Motive bei der ÖVP vermutlich  teilweise in einem anderen Bereich.
Als Marionette der Großkonzerne, die natürlich an billigen Arbeitskräften interessiert sind,
will Spindelegger, Fekter und Co, 100.000 Arbeitskräfte aus dem Südost-asiatischen Raum
nach Österreich importieren, anstatt den Personalmangel in den sogenannten Not-Bran-
chen aus den 400.000 Arbeitlosen in Österreich zu rekrutieren.

Fekter besteht auf Behandlungsunterschied

Fekter hat ein wenig zurückgerudert und spricht sich nun für die Zuwanderung qualifizierter
Arbeitskräfte aus. Zu diesem Zwecke soll eine Rot-Weiß-Rot-Card ins Leben gerufen werden,
denn die Innenministerin meint, dass  ein hochqualifizierter Diplom-Ingenieur nicht die selbe
Behandlung erfahren darf, wie ein unqualifizierter Analphabet aus irgendeinem Bergdorf.

Wenn wirklich Bedarf an ausländischen Arbeitskräften besteht, ist die Aussage der Innen-
ministerin  höchst erstaunlich.  Worin begründet Fekter einen  Behandlungsunterschied
zwischen einem  Akademiker und einem Kuhhirten?  Aber diese Frage ist ohnehin nur
rhetorisch, denn wir sind der Ansicht dass eine Zuwanderung aus wirtschaftlichen Gründen
ohnehin unnötig ist.

Zustrom aus den neuen EU-Ländern

Abgesehen davon, dass es höchst an der Zeit ist arbeitsunwilligen Empfängern von staat-
lichen Unterstützungsgelder die Leviten zu lesen und diese wieder in den  Arbeitsprozess
einzugliedern,  werden ohnehin sehr  viele ausländische  Arbeitskräfte ab Mai 2011 nach
Österreich kommen.  Denn zu diesem  Zeitpunkt fällt das  unselbständige  Arbeitsverbot
für die neuen EU-Länder (ausgenommen Rumänien und Bulgarien).

Armutszeugnis

Mit der Forderung nach ausländischen qualifizierten Arbeitskräften, stellt die Innenminis-
terin dem österreichischen Bildungswesen eigentlich ein Armutszeugnis aus. Im Klartext
bedeutet die  Aussage von Fekter,  dass Österreich nicht in der Lage  ist seinen Bürgern
eine adäquate Ausbildung angedeihen zu lassen und daher ein Mangel an qualifizierten
Fachkräften besteht

Aus diesem Grund will man lieber einen  Fachkräfteimport  durchführen und zwar just aus
jenen Ländern, in die Österreich sehr viel Geld zur Entwicklungshilfe leistet.  Mit dieser Ab-
sicht würden auch diese Länder geschädigt,  da man ihnen qualifizierte Fachkräfte entzieht.

Gesellschaftlicher Selbstmord

Viel eher wäre es angebracht, unqualifizierte ausländische Zuwanderer wieder in ihre Hei-
matländer zurück zu schicken und das Bildungswesen in Österreich derart zu verbessern,
so dass es den geforderten Ansprüchen des Arbeitsmarktes gerecht wird.

Das  eigene Volk dumm zu halten,  nicht fachgerecht auszubilden und  dafür qualifizierte
Tätigkeiten durch ausländischen Fachkräfte erledigen zu lassen, gleicht einem gesellschaft-
lichen Selbstmord.

Aber wie hat es schon der schwarze Bundeskanzler Kurt Schuschnigg bei seiner Abschieds-
rede 1938  ausgesprochen:  „Rot –Weiß-Rot bis in den Tod“.  Der modifizierte Ausdruck
im Jahr 2010 lautet: Rot-Weiß-Rot-Card

*****

2010-07-30
 
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Gast   |2010-07-30 16:08:38
bei den studenten gibts den austausch. kann man nicht 100000 arbeitslose nach
tschibuti schicken und dafür 100000 arbeitswillige zu uns reinholen?
AMS-Bediensteter   |2010-07-30 16:34:41
Zitat:
Das eigene Volk dumm zu halten, nicht fachgerecht auszubilden....

Das stimmt nicht. Es gibt ausreichend qualifizierte AMS-Kurse. Nur die
meisten Leute drücken sich davor und gehen lieber in
den Krankenstand, bevor sie sich weiterbilden.
kursler   |2010-07-30 21:37:24
welche kurse meinst du. ich mache gerade den sechsten. wie schreibe ich richtig
eine bewerbung.
Dr. Freud   |2010-07-30 21:44:17
Irgendwas stimmt mit Fekter nicht. Zuerst lässt sie Arigona Zogaj ausweisen,
obwohl der Staat die Ausbildung des Mädchen bezahlt hat und diese demnächst zu
arbeiten begonnen hätte. Im Gegenzug will sie aber ausländische Arbeitskräfte
ins Land holen. Irgendwie erinnert mich das an Schizophrenie.
katerkarlo   |2010-08-01 01:05:10
ganz einfach: sie war illegal hier,
recht bleibt recht.
Dominik Fiegl   |2010-08-01 15:23:33
Sehr geehrte Herausgeber!
Ich möchte Sie auf eininhaltliche
Unstimmigkeiten aufmerksam machen:
Zitat:
Aus diesem Grund will man lieber einen  Fachkräfteimport
durchführen
und zwar just aus jenen Ländern, in die Österreich sehr
viel Geld zur Entwicklungshilfe leistet. Mit dieser Absicht würden
auch diese Länder geschädigt, da man ihnen qualifizierte Fachkräfte
entzieht.

Diese Annahme ist nur zum Teil richtig, da gerade in den
osteuropäischen
Ländern ein hoher Anteil der Kaufkraftsteigerung (die in
den letzten
jahren defakto stattgefunden hat) darauf zurückzuführen
ist, dass
Auswanderer Geld (das sie im Ausland verdienen) an
ihre daheim
gebliebenen Familienmitglieder schicken. Diese
Kaufkraftsteigerung führt zu einer Stärkung der Binnennachfrage und
unterstützt dadurch die Wirtschaft des jeweiligen Landes zu einem
beachtlichen Teil. Weiters haben in den letzten Jahren ebenfalls zahlreiche
z.T. hoch qualifizierte österreichische Arbeitskräfte ihrer Heimat
den Rücken gekehrt um Ihr Glück (mit Erfolg) in den neuen Ländern zu
suchen. Es handelt sich somit nicht um einen einseitigen Strom
qualifizierter
Arbeitskräfte, sondern viel mehr um einen gegenseitigen
Austausch -
diese Konsequenz bringt eine freie Arbeitsplatzwahl
mit sich. Die Aussage, dass der "Import" qualifizierter
Arbeitskräfte aus dem Ausland, den jeweiligen "Exportländern"
schadet, kann ich somit nicht 100%ig unterstützen.

Zitat:
Viel eher wäre es angebracht, unqualifizierte ausländische
Zuwanderer
wieder in ihre Heimatländer zurück zu schicken und
das Bildungswesen in Österreich derart zu verbessern, so dass es den
geforderten Ansprüchen des Arbeitsmarktes gerecht wird.

Dieser Anspruch ist meiner Meinung nach gerechtfertigt und
verdient
volle Unterstützung. Dies ist jedoch keine Sofort-Lösung, da
wir nicht
von jetzt auf gleich unqualifizierte Arbeitslose in
qualifizierte
Arbeitnehmer umwandeln können. Umschulungen
und Weiterbildungen brauchen Zeit und Geld. Die Wirtschaft wird sich
aber mit diesem Argument nicht
vertrösten lassen und wird die Lücken
in ihren Reihen in der Zwischenzeit anderweitig decken. Und um ehrlich
zu sein, sehe ich hier keine Alternative zur
kontrollierten Zuwanderung.
Dass es in Österreich zu
wenig qualifiziert Arbeitnehmer gibt hat meiner Meinung nach mehrere
Gründe.....
Dominik Fiegl  - Fortsetzung   |2010-08-01 15:29:32
Mit Sicherheit trägt die Bildungspolitik
der letzten Jahre hier eine nicht
zu unterschätzende Mitschuld, doch
werden wir uns schwer tun auch
den drohenden Einbruch von Bücherhandel
und Druckereiwesen
(namentlich aufgrund des Aufkommens der eBooks) einer
verfehlten Politik in
die Schuhe zu schieben. Der Arbeitsmarkt ist heute mehr den je im
Wandel. Auf diesen Wandel
müssen wir reagieren, können dies aber nicht
immer rechtzeitig (aus
logischen und verständlichen Gründen). Der
"Import" qualifizierter Arbeiter aus dem Ausland ist unausweichlich
und (aufgrund der oben genannten Tatsachen) ausgesprochen nützlich.

Zitat:
Das eigene Volk dumm zu halten, nicht fachgerecht auszubilden und dafür
qualifizierte Tätigkeiten durch ausländischen Fachkräfte erledigen
zu lassen, gleicht einem gesellschaftlichen Selbstmord.

In Österreich herrscht nach wie vor die Freiheit seinen Bildungsweg
selbst zu bestimmen. Der Politik hier eine bewusste
"Verdummung" der Bevölkerung vorzuwerfen, erscheint
mir ausgesprochen übertrieben. Jeder
Österreicher hat in unserem
Land die Möglichkeit (gratis!!!) eine höhere
Schule oder gar eine
Universität zu besuchen und dadurch seine Qualifikationen
zu verbessern. Dass nicht jeder Österreicher dieses
Angebot auch in
Anspruch nimmt ist traurig, aber es ist auch ein
Ausdruck der Freiheit,
die wir genießen.

Hochachtungsvoll
Dominik Fiegl
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