Hasta la vista, Ousmane Camara Drucken E-Mail

Münchhausen würde vor Neid erblassen

Morgen soll der Schwarzafrikaner Ousmane Camara abgeschoben werden. Die Grünen
laufen gegen die  Abschiebung,  des angeblich politisch verfolgten  Mannes aus Guinea,
Sturm.  Wir haben  im Internet recherchiert  und sind auf ein  erstaunliches Dokument
gestoßen.

Es handelt sich um die persönliche Schilderung von Ousmane Camara, bei welcher der
Baron von  Münchhausen vor Neid erblassen würde.  Wir haben uns die  widersprüch-
lichsten und erstaunlichsten Passagen aus diesem Dokument herausgesucht und wol-
len Ihnen diese zur Kenntnis bringen.

Aktivist wider Willen?

Laut seiner eigenen Schilderung war Camara in seinem Heimatland, Mitglied und Sprecher
einer Studentenvereinigung der  Universität von Conakry.  Da wir nicht annehmen,  dass
der Mann zur Mitgliedschaft und Sprachrohr der  Bewegung mit vorgehaltener Waffe ge-
zwungen wurde, sind seine Aktivitäten wohl aus freiem Willen geschehen.

Auch sein  Intellekt als  Student hätte  ihm sagen  müssen,  dass  es in einer  Militärdiktatur
gefährlich sein kann,  sich gegen das Regime zu stellen.  Aber offensichtlich wurde Camara
vom Heldentum übermannt und nahm das Risiko auf sich. Solange nichts passiert, sind ja
die meisten Aktivisten Helden.

Probleme mit Zeitabläufen

In seiner persönlichen Schilderung bringt  Camara einige Jahreszahlen durcheinander, bzw.
lassen sich diese nicht  einwandfrei nachvollziehen.  Sollten wir sein Zahlen-Wirrwarr  richtig
interpretiert haben, wurde er im „Studienjahr 2005-2006“ verhaftet, gefoltert  und 25 Tage
in Einzelhaft gehalten.

Na so was, der Ärmste musste einen knappen Monat in einer Einzelzelle verbringen.  Da hat
die österreichische Justiz schon besseres zu bieten. Und wer dies nicht glaubt, braucht nur
Tierschützer oder Väterrechtsaktivisten zu befragen.

Narben als Beiweis

In Folge der angeblich erfolgten Misshandlung,  soll er zahlreiche Blutergüsse und Platzwun-
den am  ganzen  Körper und im  Gesicht erlitten haben.  Auch brach man ihm  sein rechtes
Bein  und folterte  ihn  mit  Stromkabeln.  Allerdings vergaß  Camara anzugeben,  ob dieses
Kabel überhaupt an einer Steckdose angesteckt war.

Die Narben seiner Folterung zeigte er den österreichischen Behörden während einer Einver-
nahme  am  19.11.2010,  als Beweis  seiner politischen  Verfolgung.  Für  wie  blöd  hält  der
Mann eigentlich österreichische Beamte? Narben können eine mannigfaltige Herkunft haben.
Sie können von Verkehrsunfällen oder sonstigen Aktivitäten, wie zum Beispiel Messerstecher-
eien herrühren.

Eltern dem Schicksal überlassen

Aber  zurück  zum Themenverlauf.  Nach seiner  Freilassung aus der Haft,  musste  er zwei
Wochen  im  Krankenhaus  verbringen.  Da  soll  noch  einer  sagen,  dass  man in  Guinea
ungnädig mit  Regimegegnern umgeht.  Danach reiste er zu seinen  Eltern um entgültig zu
genesen.

Im Januar und Februar 2007,   erhielt er  Morddrohungen vom Regime.  Da fragen wir uns
doch,  warum Camara nicht gleich im  Gefängnis exekutiert wurde und sich das Regime die
Mühe machte ihn freizulassen, sodass er sich in einem Spital erholen konnte?

Am 22. Februar 2007 soll das Militär auf unbewaffnete  Demonstranten geschossen haben.
Dabei gab es Tote und in Folge viele Verhaftungen, so Camara. Er selbst befand sich währ-
end dieses  Tages mit  seinen Eltern in der Region Kindia,  wo er  ebenfalls   Kundgebungen
organisierte.

Laut Camara  stürmte das  Militär,  am 23. Februar 2007  sein Haus und  nahm seine  Eltern
fest.  Ihm selbst gelang die Flucht durch ein Fenster,  bereits zu jenem Zeitpunkt,  als er nur
die Schreie der Soldaten hörte. Ein schöner Volksheld dieser Mann, sucht das Weite anstatt
seine Eltern zu verteidigen oder zumindest zu warnen.

Einige Zeit später musste er erfahren, dass sein Haus zerstört und seine Eltern getötet wur-
den.  Anstatt jetzt erst recht in den  aktiven Widerstand zu gehen,  suchte Camara wieder-
holt sein Heil in der Flucht. Am 01.04.2007  kam er in Österreich an und  stellte am gleichen
Tag einen Asylantrag. Tja, gelernt ist eben gelernt

Angst vor den bösen Österreichern

In Traiskirchen wurde er erkennungsdienstlich erfasst. Dieser Umstand bereitete ihm große
Sorgen, da er den gleichen  Vorgang bereits bei seiner  Verhaftung in Guinea erlebte.  Auch
entstand für ihn der Eindruck,  dass Österreich nichts besseres zu tun hätte,  als die Regier-
ung in seiner Heimat über seinen Aufenthaltsort zu informieren.

Dies schloss er daraus,  weil man  ihn in ein Dorf verlegte,  keine Informationen  zukommen
ließ und das  Recht auf  Arbeit verweigerte.  Der Ärmste,  war er doch in  Guinea ein echter
Workaholiker, der in Österreich auf Staatskosten zum Nichtstun verdammt wurde.

Als seine  Angst unerträglich wurde,  flüchtete Camara wieder und zwar diesmal nach Wien.
Im Zug  lernte er eine Frau aus Guinea kennen,  welche ihm durch ihre  Kontakte die Rück-
reise  in seine  Heimat  ermöglichte,  in der  er anschließend  drei Jahre lang  unter  falschen
Namen lebte.

Da fragen wir uns doch, warum Camara nicht gleich in Guinea eine falsche Identität annahm,
sondern nach  Österreich flüchtete?  Denn besonders helle können die Grenzbeamten in sei-
ner Heimat nicht sein.  Wurde er doch  erkennungsdienstlich behandelt  und Fingerabdrücke
sind unverwechselbar.

Wieder Reiselust verspürt

Im heurigen Jahr dürfte dem umtriebigen Guineaner wieder das Reisefieber gepackt haben.
Als Grund dafür gibt er an,  dass seine wahre  Identität aufgedeckt wurde.  Inzwischen offen-
bar zu Vaterehren gekommen,  ließ er seine Tochter durch eine  Bekannte nach Angola ver-
bringen.

Wir nehmen doch stark an, dass ein Vater sein Kind nur in ein Land bringt, in dem es auch
sicher ist.  Diese Sicherheit dürfte in  „Angola“,  dass  zwar auch nicht das Gelbe vom Ei ist,
aber  zumindest eine stabile politische Struktur in Form einer  Präsidialrepublik aufweist, ge-
geben sein.

Und hier stellt sich die nächste  berechtigte  Frage.  Warum bleibt  Camara nicht bei seiner
Tochter in Angola, sondern flüchtet diesmal über das politisch stabile „Gambia“ nach Lon-
don, um dort um politisches Asyl anzusuchen?

Keiner hatte mehr Lust zum Spielen

Allerdings  veranstalteten die Briten kurzes  Federlesen  mit dem  reisefreudigen Guineaner
und   schickten ihn ein  Monat später  (nach seiner Ankunft am 12.07.2010)  gleich weiter
nach Wien,  nachdem sie herausbekommen hatten,  dass Camara  das gleiche  Spielchen
schon in Österreich gespielt hatte.

Auch in Österreich war man nicht mehr  sehr spielfreudig und statt blauäugige  Spielpartner,
wartet die Polizei am 17.08.2010 am Flughafen Wien-Schwechat auf Camara.  Dieser wurde
dann in jenes Spielzimmer verfrachtet, welches seinem Verhalten entsprach. Nämlich richtig-
erweise in die Schubhaft.

Bitte Plätze im Flugzeug reservieren

Offenbar haben jene Grüne, die sich für ein Bleiberecht für diesen Mann einsetzen,  dessen
persönliche Schilderung,  in welcher es vor Widersprüchen nur so wimmelt,  nicht gelesen.
Diesen Unwissenden geben wir hier die Gelegenheit, sich das Dokument runter zu laden.

i
Quelle: Sozialistische Links Partei

Und wer nach diesem haarsträubenden Märchen noch immer der Meinung ist,  dass es sich
bei Ousmane Camara  um einen politischen Flüchtling handelt,  sollte gleich einen Platz im
selben Flugzeug reservieren. Vor Ort kann sich der ungläubige Gutmensch dann im Umfeld
des  Guineaners erkundigen,  was die wirklichen  Gründe sind,  warum Camara permanent
zwischen Afrika und Europa auf der Flucht ist.

*****

2010-12-13
 
 

Kommentare 

 
sammy - 2010-12-13 20:14
warum er nach wien geflüchtet ist? in der provinz gibts keine nigeriaconnecti on.
 
 
+1 Tanja - 2010-12-13 20:16
Ich glaub die Fekter wird ihn wieder zurückholen.
 
 
-1 blacky - 2010-12-13 20:17
die rwr-card wird ihn schon versorgen
 
 
verkäufer - 2010-12-13 20:37
zitiere sammy:
warum er nach wien geflüchtet ist? in der provinz gibts keine nigeriaconnecti on.
und die flucht aus wien? wahrscheinlich mit der connection ungenau abgerechnet und diese sind dann beihart.
 
 
reiseleiter - 2010-12-13 20:45
in guinea gibt es sicher eine travel-asyl-agency. camara hat aber wahrscheinlich die billigste tour gewählt und daher hat er diesen schwachsinn zum auswendig lernen bekommen. mit einem first-class ticket hätte er sicher einen besseren text bekommen und mehr chancen für ein asyl gehabt.
 
 
ferdi - 2010-12-13 20:52
aber spaß ohne. wo hat der kerl das geld her, um so in der weltgeschichte herum zu reisen?
 
 
-3 Ernst Köberl - 2010-12-13 20:58
Zitat:
Danach reiste er zu seinen Eltern um entgültig zu genesen.

Die hätten ihn besser rausschmeissen sollen, denn ...
Zitat:
Ein schöner Volksheld dieser Mann, sucht das Weite anstatt seine Eltern zu verteidigen oder zumindest zu warnen.
...wäre ihnen das erspart geblieben.
 
 
dr. albert einstein - 2010-12-13 21:10
ihr habt doch gar keine ahnung. was labert ihr da für einen schwachsinn? egal, bald kommen sowieso alle afrikaner nach europa, wenn nur noch ein paar 100 jährige eu-bürger die grenze bewachen. hahaha, eure kinder werden für all das bezahlen!
 
 
zweistein - 2010-12-13 22:09
kinder zahlen eh schon an die schwarzen. ich habe das selbst in verschiedenen u-bahnstationen gesehen.
 
 
-1 Esther - 2010-12-13 22:59
Warum ist er eigentlich in Angola oder Gambia geblieben der angeblich Verfolgte. Wo habt ihr eigentlich den Brief her?
 
 
-1 Surfer - 2010-12-13 23:18
Entweder ist in Conakry der Name Ousmane Camara ein sehr häufiger Name, oder der Mann der sich als politisch verfolgt ausgibt, war in Guinea Profifussballer und kein Student wie er erzählt.
en.wikipedia.org/wiki/Ousmane_N%27Gom_Camara
 
 
-1 dreistirn - 2010-12-14 18:14
Und warum sollte ein Profifußballer bei uns um Asyl bitten?
 
 
Surfer - 2010-12-14 20:36
Wer weiß welche Strafen es dort gibt wenn ein Match verloren wird. Außerdem kann man in Österreich ein hochbezahlter Profifussballer sein, ohne Fussballspielen zu können. Sie brauchen ja nur unsere internationalen Spielergebnisse betrachten.
 
 
+8 Heri - 2010-12-14 18:12
Ich bin selbst weder Freund der Grünen und schon garnicht der SLP
Aber was da im Artikel steht ist ein Erguss erstklassiker Kronen-Zeitungs-Manier, nur schlimmer.

Der Schreiberling zweifelt jegliche Aussage des Menschen an ohne ihn ansatzweise zu kennen, alles hergedichtet aufgrund eines Papiers das sich am SLP Server befindet. Kein einziger Userkommentar zweifelt aber den Artikel selber an. Es wird einfach angenommen dass alle diese Zweifel mit Sicherheit stimmen werden, weil ... ja weil, weil ... äh warum eigentlich? Weil der Herr aus Guinea kommt? Die Hautfarbe? Weil ihm Grüne unterstützen? Was auch immer es sein mag. Wieso geht man eigentlich vom schlechten im Menschen aus, ohne ihm zu kennen?

Gehen wir ein paar Dinge durch wie sie auch sein könnten.

1. Mehrere Organisationen und Zeugen sagen dass die Narben nur von Foltern stammen können. Außerdem hat ihm kein Amtsarzt angesehen - der könnte das nämlich wirklich bestätigen. Aber es dürfte wohl unwichtig sein.

2. Guinea wird in Österreich als kritisch eingestuft. Für Österreicher gilt aufgrund der derzeitigen Regierungslage und Unruhen hohes Risiko bei Einreise.

3. Im Artikel steht, zusammengefasst unter anderem dass er gefoltert wurde und danach auf freien Fuß war nur damit er erst wieder ermordet werden sollte. Text nicht gelesen was? Es steht ja dabei dass sie wieder neue Proteste organisierten und dann kam das Militär. Für Deppen: Demo->Folter als Warnung->Freiheit->Demo->Mordversuch. Nicht wir im Artikel Demo->Folter->Freiheit->Mordversuch.

4. Es steht dabei dass ihm die Regierung aufgepäppelt hat. Wer sagt dass sie ihm die Folterer ins Krankenhaus geführt haben? Steht nirgends! Ich nehme an er wird selbst gegangen sein. Und glauben Sie wirklich dass die Regierung in den Krankenhäusern Zettel hängen hat mit dem Gesicht drauf und darunter steht "Haben wir gefoltert, bitte nicht behandeln!".

5. Ja er hat halt versucht hier zu arbeiten. Wieso muss man da gleich abwärtend werden weil er es in seinen Land evtl. nicht getan hat? Und wie kommen Sie überhaupt darauf? Der Text besagt dass er Student war/ist. Viele Studenten auch hier in Österreich arbeiten nebenbei. Außerdem haben Sie wohl etwas allgemein gegen Studenten. Sind ja auch nichtstuende Faulenzer laut Artikel - halt keine Workaholics eben. Oder kommt die Abneigung daher weil er Aktivist war/ist? Ist ja auch wirklich schlimm für das Recht auf Bildung zu kämpfen. Schämen sollte er sich.
Aber Ihre Aussage im Artikel war natürlich genau wie mein Kommentar üüüüberhaupt nicht zynisch gemeint.
 
 
+9 Heri - 2010-12-14 18:13
6. Sie hätten die Soldaten sicher verprügelt und die Regierung zerschmettert. Wären dann mit Ihren Eltern in den Urlaub geflogen um sich zu sonnen. Nachdem ich nicht glaube dass Sie jemals in die Situation kamen durch bewaffnete Personen in Lebengefahr zu schweben und ich genauso wenig, können wir uns wohl beide vorstellen wie das ist und wie wir reagieren würden. Aus diesem Grund sollten Sie lächerliche Aussagen zu seiner Reaktion in der Situation bleiben lassen.

7. Mir fallen nicht viele Länder ein in denen bei der Einreise Fingerabdrücke genommen werden. Ihnen? Mir fallen auch nicht viele Länder ein in denen die Beamten alle gesuchten Gesichter auswendig kennen. Ihnen? Gefälschte Papiere und Identitäten sind schon was tolles. Angeblich gibt es die aber nur in Filmen.

8. Auch mit falscher Identität. Würden Sie im Land bleiben in dem Sie fast ermordet wurden? Als Aktivist wird er ja wohl kaum mehr was dort machen. Ich bin mir da nicht ganz sicher. Aber ich glaube an etwas liegen dass sich Angst nennt? Ich weiß das kennen wir hierzulande nicht. Hmm doch vllt. die Angst dass das Bier aus ist, oder die Angst dass dieses Medium hier größer wird.

9. Zum Userkommentar mit dem Geld. Naja er hatte ja Zeit zu sparen - war ja vllt. ein Workaholic *zwinker*. Vllt hatte er von Haus aus nicht wenig Geld, konnte ja studieren. Außerdem kenn ich da auch so Organisationen die da helfen. Es gibt sie. Das sind genau nicht die Leute die im Internet Kommentare gegen die bösen Ausländer wettern, sondern die ihren Arsch erheben um was zu bewegen - auch die sind echte Workaholics.



Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich verteidige diesen Menschen nicht. Er kann ein Lügenbaron sein, aber auch ein armer Hund. Ich kenne ihn ja nicht. Aber sie kennen ihn auch nicht. Wenn Sie objektiv sein wollen, dann gehen Sie ihn besuchen. Aber er wird ja heute auf morgen abgeschoben - leider haben Sie die Zeit nicht für Recherche genutzt.

In den Köpfen der Österreicher gilt eben leider immer die Schuldsvermutun g.
 
 
GKar - 2010-12-16 16:15
Liebe(r) Heri, DANKE - Du sprichst mir aus der Seele!

Und an den Autor dieses ... Textes: Ich bin eigentlich ein friedliebender Mensch..aber für dieses menschenveracht ende Geschreibsel hättest du's verdient, selbst kommentarlos in ein
Flugzeug nach Guinea gesetzt zu werden, ohne österreichische Papiere natürlich.

Wär gespannt, ob Du dann bei Deiner Rückkehr (sofern Du's denn zurück schaffst) eine Geschichte vorzuweisen hast, die Du auch eindeutig beweisen kannst ohne jeden Funken eines Zweifels.

Die Bedeutung des Wortes "Menschlichkeit" würdest Du dort zwar wahrscheinlich auch nicht lernen, aber dafür mit Sicherheit zumindest die der Worte "Not" und "Lebensgefahr"
 
 
Die Redaktion - 2010-12-14 18:19
Sg. Heri!
Sie haben ein sehr langes und ausführliches Kommentar, aus Ihrer Sicht geschrieben. Dabei haben Sie die zulässige Zeichenanzahl überschritten. Da wir aber den anderen Lesern Ihr Posting nicht vorenthalten wollen, haben wir es auf 2 Teile gesplittet.

Lange Kommentare bitte immer auf mehrere Postings aufteilen.

MfG
die Redaktion
 
 
+3 mujahed - 2010-12-15 02:06
also, als bekennender grüner mit muslimischen hintergrund passe ich ja genau ins feindbild dieser enthüllungswebs ite hier, aber ich schau trotzdem gern mal vorbei, da es ja wirklich oft erstaunliches hier zu lesen gibt, was man in anderen medien nicht oder erst nach veröffentlichun g auf dieser seite mitbekommt. leider bleibt bei der gier nach sensationsmeldu ngen manchmal die objektivität auf der strecke, aber dieser artikel hat wirklich krone niveau.

es mag sein, dass es nicht logisch ist, zuerst nach österreich zu reisen, dann wieder in die heimat, wo man verfolgt ist und dann wieder flüchtet, aber wenn man mit dem tode bedroht wird und sein land verlässt, folgt man keiner logik sondern seinem überlebensinsti nkt. instinktiv denkt man zuerst ans eigene überleben, dann an die bindung zur familie, oder umgekehrt.

hier in mitteleuropa lässt sich leicht reden, aber es ist keine einfache entscheidung, ob man sich öffentlich für das allgemeinwohl einsetzt oder lieber schweigt, um die sicherheit der eigenen familie zu gewährleisten. hat man sich mal für ersteres entschieden, ist es dann umso schwieriger, schwerwiegende entscheidungen in dieser hinsicht ethisch abzuwägen. wenn ein asylwerber in das land, von dem er angibt, dort verfolgt zu werden, zurückkehrt, heißt das nicht automatisch, dass er ein scheinasylant ist, das weiß ich aus persönlicher, schmerzlicher erfahrung.

und selbst wenn er alles nur erlogen hat, alleine durch seine schilderung über sein heimatland hat er sich schon in gefahr gebracht. ich weiß (aus derselben persönlichen, schmerzlichen erfahrung), dass beim bundesasylamt mit den angaben, die asylwerber bei ihrer einvernahme machen, nicht vertraulich umgegangen wird.

der artikel hätte mich nicht so zum rasen gebracht, wäre da nicht dieser sarkastische unterton. es ist einfach nur unterste schublade, sich auf mutmaßungen basierend über einen menschen lustig zu machen, der sich nichts zu schulden hat kommen lassen und in eine äußerst ungewisse zukunft deportiert wird. pfui! schämen sollt ihr euch was! es wäre wohl passender gewesen, mit den einigermaßen objektiven quellen, die auch das baa nutzt (www.ecoi.net) zu recherchieren, was in Conakry wirklich so abgeht (stichwort "bloody monday"), und ob sich die angaben von camara mit diesen quellen widersprechen. aber wenn man sich diese mühe gemacht hätte, wäre der artikel gar nicht zustande gekommen.

also wenn es so weitergeht, dann bewirbt euch bitte bei krone, heute oder sonst wo.
 
 
gustav - 2010-12-15 15:14
zitiere mujahed:
also, als bekennender grüner mit muslimischen hintergrund
hast du da keinen interessenskonf likt? die grünen setzen sich ja bekanntlicherwe ise für die frauenrechte ein.
 
 
+1 mujahed - 2010-12-16 03:14
lieber gustav, eigentlich ist das nicht das thema hier, deshalb nur ganz kurz: abgesehen davon, dass es feministische bewegungen gibt, die auf dem islam basieren - ich habe eben besagten HINTERGRUND, aber bekenne mich zu gewissen werten, an denen sich vorallem die grünen richten, nicht zu dem, was der quran und die sunna lehren.
 
 
+1 anonym - 2010-12-15 13:05
ganz einfach: du bist ein blödes rechtes arschloch! mit menschen die sich über Folterungen lustig machen, ist keine sachliche diskussuion zu führen!
 
 
mukhbarat - 2011-02-02 13:58
zitiere mujahed:
abgesehen davon, dass es feministische bewegungen gibt, die auf dem islam basieren


ach echt, so im stile von "nicht ohne meine burqa" oder eher im stile von Ayaan Hirsi Ali, deren feminismus und ablehnung des islams ja auf "first hand experience" mit eben dem islam basieren.

zitiere mujahed:
ich habe eben besagten HINTERGRUND


ja da kannst du auch nichts dafür, wir alle haben unsere bürden zu tragen

zitiere mujahed:
aber bekenne mich zu gewissen werten, an denen sich vorallem die grünen richten, nicht zu dem, was der quran und die sunna lehren.


also ein apostat, du weisst was darauf für eine strafe steht, oder? du ungläubiger verräter.
 
 
JaCDesigns1 - 2013-05-27 20:46
Guten Abend,

Ich lese zum ersten Mal diese Seite, habe die Kommentare gelesen und muss feststellen, dass der werte Ousmana Cameara etwas unglaubwürdige Schilderungen niederschrieb. Seine Familie einfach in Stich zu lassen finde ich nicht in Ordnung genauso wie Urlaube zu machen auf Kosten anderer (der nennt es Flucht...) zu veranstalten, bloß weil er ständig rumprotestiert. Wenn es ihm nich gefällt, kann er doch in ein anderes Land ziehen.

So viel dazu. Da ich in Deutschland lebe, hab ich keine Ahnung, was für ein Niveau die Kronezeitung hat, wird den Kommentaren zufolge das selbe Niveau wie die Bildzeitung haben. Naja.

Wasmich aber stinkig macht, sind die teils hasserfüllten Kommentare, die sich für diesen Artikel aussprechen.

Sicherlich gibt der Artikel einen Denkanstoß, nicht alles mit einem Einheitsstempel zu versehen, ich hab in einem Vortrag aber mal gehört, dass einige Afrikaner solche Geschichten erzählen MÜSSEN, um zu überleben. In sofern sollte man solch einen Artikel bedachter formulieren.
 

ZUM KOMMENTIEREN BITTE ZUERST ANMELDEN. DANKE!

 

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