Heute, am 15. April 2026 fand im Festsaal des Bundeskriminalamtes der Sicherheitsgipfel zur Bekämpfung von Sozialleistungsbetrug statt. Neben Innenminister Gerhard Karner, dem Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, sowie dem Direktor des Bundeskriminalamtes, Andreas Holzer, nahmen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Ministerien, Sicherheitsbehörden sowie Sozialleistungsträgern teil.
Der Sicherheitsgipfel markiert den Startpunkt einer bundesweiten Schwerpunktoffensive zur Bekämpfung von Sozialleistungsbetrug und soll die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Institutionen weiter vertiefen, strukturieren und gezielt ausbauen. Seit ihrer Gründung hat die Task Force SOLBE einen Gesamtschaden von rund 158 Millionen Euro aufgedeckt. Das ist das Ergebnis von aufwendiger Ermittlungsarbeit, guter Koordination und gelebter Zusammenarbeit über Ressort- und Ländergrenzen hinweg.
Auch die Anzeigenentwicklung zeigt die verstärkte Bekämpfung: Während im Jahr 2016 noch 472 Anzeigen verzeichnet wurden, lag die Zahl 2025 bereits bei 6.062 Fällen – nahezu eine Verzwölffachung. Die ist vor allem auf die Ausbildung von Spezialistinnen und Spezialisten in diesem Deliktsfeld zurückzuführen. Sozialleistungsbetrug zählt zu den sogenannten Kontrolldelikten: Je intensiver die Kontrollen, desto mehr Fälle werden sichtbar und vom „Dunkelfeld“ ins „Hellfeld“ überführt. Die Aufklärungsquote von Sozialleistungsbetrug liegt aktuell bei 99,6 Prozent.
Regional zeigt sich ein deutlicher Schwerpunkt in Wien, wo 2025 rund 43 Prozent aller Anzeigen (2.625 Fälle) registriert wurden. Im Jahr 2025 wurden 6.191 Tatverdächtige erfasst, davon 74,5 Prozent Fremde (4.610 Personen) und 25,5 Prozent Inländer (1.581 Personen). Zu den häufigsten Herkunftsländern zählen neben den österreichischen Staatsbürgern unter anderem die Ukraine (1.049 Personen), Syrien (737), Serbien (499) und Afghanistan (343).
„Wo funktionierende Kontrollmechanismen greifen, wird Missbrauch frühzeitig erkannt und gesamtstaatlicher Schaden wirksam verhindert“, betonte Franz Ruf, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit.
Aus kriminalpolizeilicher Sicht sind eine zunehmende Professionalisierung und Vernetzung der Täterstrukturen feststellbar. Neben Einzelfällen gewinnen insbesondere komplexe, arbeitsteilige und teils grenzüberschreitende Betrugssysteme an Bedeutung.
Dabei bestehen zunehmend Überschneidungen mit anderen Deliktsfeldern wie organisiertem Betrug, Suchtgiftkriminalität, organisierter Schwarzarbeit oder der Nutzung von Scheinunternehmen.
Die Analyse von mehr als 50 unterschiedlichen Begehungsformen und acht Hauptgruppen des Sozialleistungsbetrugs durch die Task Force SOLBE bildet eine wesentliche Grundlage für effektive Gegenmaßnahmen.
Zentrale Herausforderungen bestehen insbesondere in
° der oft erst durch Kontrollen sichtbaren Deliktsnatur,
° eingeschränkten Ermittlungs- und Datenzugängen im Vorfeld eines Anfangsverdachts,
° komplexen Zuständigkeitsstrukturen mit vielen beteiligten Behörden,
° der zunehmenden internationalen Dimension,
° der hohen Anpassungsfähigkeit der Täter.
Präventionsmaßnahmen spielen dabei eine entscheidende Rolle, um Schäden bereits im Vorfeld zu verhindern. Der Sicherheitsgipfel stellt den bewusst gesetzten Auftakt für den vom Direktor des Bundeskriminalamtes initiierten kriminalpolizeilichen Schwerpunkt im Jahr 2026 dar.
„Das Bundeskriminalamt setzt mit der Schwerpunktoffensive zur Bekämpfung des Sozialleistungsbetruges den nächsten Schritt: Wir bündeln Kompetenzen, schärfen unsere Maßnahmen und erhöhen den Druck auf jene, die das System ausnutzen. Gleichzeitig stärken wir damit das Vertrauen in einen funktionierenden Rechtsstaat“, so Andreas Holzer, Direktor des Bundeskriminalamtes.
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Ob Fitnessstudio, Radfahren oder die Horizontal-Disziplin im Schlafzimmer: Körperliche Betätigung fördert Gesundheit und Wohlbefinden. Während laut der Stiftung für Zukunftsfragen 55 % der über 18-Jährigen im Jahr 2025 regelmäßig Sport trieben, zeigt eine aktuelle Umfrage von JOYclub (www.joyclub.de) unter 3.043 Männern: Wenn es hart auf hart kommt, würden 82,7 % eher die Sportschuhe an den Nagel hängen, als auf Sex (17,3 %) zu verzichten. Die Online-Community fürs lustvolle Leben hat anlässlich der neuen Sex-Education-Kurse „Endlich wieder hart – so geht’s“ und „Länger durchhalten – so geht’s“ bei Männern nachgefragt, wie sportlich ambitioniert ihre Sexualität ist.
Straucheln erlaubt, gezieltes Training empfohlen
Selbst die besten Sportler straucheln mal und 67,4 % der Befragten haben bereits erlebt, dass ihr Penis nicht so will, wie sie selbst. Doch ist das gleichbedeutend mit einer sexuellen Niederlage? Ja, für so einige dieser Männer. Auf Platz drei, wenn sie zu früh gekommen sind (32,2 %). Keine Erektion zu bekommen (38 %) rangiert auf dem zweiten. Die schwerwiegendste Niederlage ist, wenn der/die Partner(in) nicht zum Höhepunkt gekommen ist (44,7 %). Da oftmals Frust, Scham und Schweigen ein solches Spielresultat beherrschen, plädieren Experten für einen ganzheitlichen und langfristigen Ansatz. Hierbei geht es – genauso wie im Sport – ums richtige Training. Beste Voraussetzung dafür: 81,3 % glauben, dass man seine „Sex-Muskeln“ genauso gezielt trainieren kann wie den Bizeps oder die Waden.
Lassen sich Muskeln noch gut allein trainieren, ist die Verarbeitung solcher Spielresultate idealerweise Teamsache – und bei Bedarf wird ein/e Trainer(in) hinzugeholt. Von den betroffenen Männern schweigen jedoch viele selbst gegenüber vertrauten Experten bei ihrer Therapeutin (61,5 %) oder ihrem Arzt (45,3 %).
Einzeltraining sinnvoll, offene Kommunikation unterstützt
Über Gründe für Erektionsprobleme sowie frühzeitigen Samenerguss informiert der Psycho- und Sexualtherapeut Linus Günther in den beiden Sex-Education-Kursen und klärt dabei über psychische, soziale wie auch körperliche Aspekte auf. Ergänzend gibt er praktische Übungen zum Nachmachen an die Hand – quasi einen Trainingsplan, unter anderem zur Masturbation.
„Ein zunehmend unverschämter Umgang würde sicherlich leichter fallen, wenn es Vorbilder gäbe“, meint Judith Langer, Sexologin und Kommunikationsmanagerin bei JOYclub, und führt aus: „In der Öffentlichkeit wird wenig über sexuellen Leidensdruck von Männern gesprochen. Selbst kaum ein Influencer bricht das Schweigen – anders als Influencerinnen für Frauenthemen. Denn Sport und Sexualität verbindet mitunter traurigerweise auch der Leistungsdruck, dabei ist in beiden vieles erlern- und trainierbar.“
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Am Osterwochenende 2026 ereigneten sich in Österreich insgesamt 337 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, das waren um 36 (12,9 Prozent) weniger als im Vorjahr (373 Unfälle). Dabei wurden 382 Personen verletzt, um 68 (20,7 Prozent) weniger als zu Ostern 2025 (450 Verletzte), und vier Personen getötet, um eine mehr als im Vorjahr (drei Todesopfer). Im Jahr 2024 gab es fünf Verkehrstote, in den Jahren 2020 bis 2022 kamen jeweils vier Menschen am Osterwochenende im Straßenverkehr ums Leben.
Die bisher geringste Opferzahl seit Einführung der Statistik im Jahr 1968 wurde mit einem Verkehrstoten in den Jahren 2013 und 2023 verzeichnet. Zum Vergleich dazu mussten im bisher schlimmsten Jahr 39 Tote am Osterwochenende 1976 beklagt werden.
Im Zuge der verstärkten Verkehrsüberwachung durch die Polizei wurden zu Ostern 63.767 Kraftfahrzeuglenker wegen Überschreitung der höchstzulässigen Geschwindigkeit beanstandet (2025: 53.348), ein deutlicher Anstieg um 19,6 Prozent. Gegen 304 Fahrzeuglenker wurde wegen Trunkenheit am Steuer Anzeige erstattet (2025: 334), ein Rückgang um 9,9 Prozent. Weitere 81 Drogenlenker mussten von der Polizei aus dem Verkehr gezogen werden, um fünf oder 6,6 Prozent weniger als im Vorjahr (86). 288 Lenkern (+ 5,4 Prozent) wurde am Osterwochenende der Führerschein bzw. der Mopedausweis vorläufig abgenommen (2025: 274). Drei Kraftfahrzeuge wurden zu Ostern infolge extremer Geschwindigkeitsüberschreitungen von der Bundespolizei vorläufig beschlagnahmt (2025: fünf).
In der gesamten Karwoche, einschließlich Ostermontag, verunglückten sieben Menschen im Straßenverkehr tödlich: drei Motorrad-Lenker, ein Pkw-Lenker, ein E-Bike-Lenker, ein Fußgänger und ein Pkw-Mitfahrer.
Drei Menschen kamen in der Vorwoche auf einer Landesstraße „B“, zwei auf einer Gemeindestraße und je einer auf einer Schnellstraße und auf einer Landesstraße „L“ ums Leben. Vier Verkehrstote wurden in der Vorwoche in Niederösterreich und jeweils einer in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark beklagt.
Vermutliche Hauptunfallursachen waren in drei Fällen eine nicht angepasste Geschwindigkeit, in zwei Fällen Unachtsamkeit/Ablenkung und in je einem Fall Alkohol, Drogen oder Medikamente und Überholen. Vier tödliche Verkehrsunfälle waren Alleinunfälle.
Vom 1. Jänner bis 6. April 2026 gab es im österreichischen Straßennetz vorläufig 70 Verkehrstote. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es 77, 2024 62, 2023 77, 2022 88 und 2021 53 Getötete.
Eine genaue Aufschlüsselung der Oster-Bilanz (Karfreitag bis Ostermontag) für jedes Bundesland kann der eingangs gezeigten Tabelle (Quelle und Screen BMI) entnommen werden.
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Und dass es zu Ostern – zumindest virtuell – nicht zu friedlich zugeht, sorgte am gestrigen Ostersonntag ein nicht ganz zimmerreiner Dialog zwischen einem X-User und dem SM-Team der LPD-Wien.
Besagter X-User warf der Polizei – an die Adresse des X-Accounts der LPD Wien gerichtet – vor, dass die Polizei kriminelle Migranten zu sanft behandle und postete dazu ein Video eines Polizeieinsatzes aus Italien, welches er mit folgenden Worten schmückte:
„So schützt man sein Volk vor kriminellen #Invasoren, & nicht wie unsere „LuscheN“ Polizei z.B: @LPDWien die nur gegen das eigene Volk, gegen Alte, Kinder und friedlichen Demonstranten vorgeht.“
Anstatt den primitiven Kommentar des X-Users zu ignorieren, machte der Polizei-Twitterant den Fehler, völlig unmotiviert und ohne Not ins Corona-Thema einzusteigen und postete:
„Es ist interessant, dass immer die Leute nach harten Maßnahmen rufen, die am lautesten über „Faschismus“ gejammert haben, als sie eine Maske aufsetzen sollten.“
Eines hat mit dem anderen nämlich überhaupt nichts zu tun und zudem muss ja gesagt werden, dass sich die Polizei während des Corona-Zwangssystems über weite Strecken nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert hat. Zwar versuchte man seitens der LPD-Wien – nach Beginn einer bereits heftiger werdenden Diskussion, das obig angeführte Polizei-Posting zu entschärfen und schrieb:
„Nun, wir haben gesetzliche Vorgaben umgesetzt, so wie es unsere Aufgabe ist. Dass dabei ob der speziellen Situation, die so bis dahin niemand kannte, auch viele Fehler passiert sind, ist unbestritten.“
Ob dieser abgedroschenen und immer wieder – in allen Regimen – bemühten Rechtfertigung a la „Wir haben ja nur Befehle befolgt“ eskalierte die Diskussion dann gänzlich. Dies führte dann sogar so weit, dass sich der Polizei-Twitterant zu folgenden Worten hinreißen ließ:
„Wir denken nicht, dass wir uns hier verbal anbrunzen lassen müssen – Osterfriede hin oder her.“
Ob das klug war, wagen wir zu bezweifeln. Besser wäre es gewesen, den Beleidiger durch Ignorieren zu bestrafen. Von Polizeibeamten wird immerhin eine gewisse Contenance erwartet.
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Der durchschnittliche Gebrauchtwagen kostet in Österreich im März 29.613 Euro. Damit sind die Preise seit Jahresanfang um 1,85 Prozent oder 537 Euro gestiegen. Das zeigt der aktuelle AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index. Über einen längeren Zeitraum betrachtet ergibt seit März 2022 ein Anstieg des Durchschnittspreises von 26.076 Euro auf 29.613 Euro und damit um 3.537 Euro bzw. 13,6 Prozent.
„Die aktuelle Dynamik reiht sich in eine Entwicklung ein, die wir bereits seit geraumer Zeit beobachten. Nach dem kräftigen Preisanstieg vor einigen Jahren hat sich das Niveau inzwischen weitgehend eingependelt, auch wenn weiterhin leichte Schwankungen auftreten. Über den längeren Zeitraum betrachtet ergibt sich zudem ein differenziertes Bild, da sich einzelne Fahrzeugkategorien erheblich stärker verteuert haben als andere“, erläutert Nikolaus Menches, Country Manager von AutoScout24 in Österreich.
Deutliche Preiszuwächse – aber große Unterschiede zwischen den Segmenten
Seit März 2022 sind die Preise für Gebrauchtwagen in nahezu allen Fahrzeugtypen gestiegen – allerdings mit erheblichen Unterschieden in der Dynamik. Besonders stark verteuert haben sich Vans und Kleinbusse: Ihr Durchschnittspreis stieg von 20.603 Euro auf 27.726 Euro, was einem Plus von 7.123 Euro beziehungsweise 34,6 Prozent entspricht. Auch Sportwagen legten deutlich zu und verteuerten sich um 14.492 Euro auf 79.888 Euro (+22,2 Prozent).
Im oberen Marktsegment fallen die Preissteigerungen insgesamt moderater aus. Fahrzeuge der oberen Mittelklasse verzeichneten ein Plus von 3.430 Euro (+12 Prozent), während die Oberklasse um 6.181 Euro beziehungsweise 10,7 Prozent zulegte. In anderen Segmenten zeigt sich eine noch geringere Dynamik: Die Kompaktklasse verteuerte sich um 1.653 Euro (+8,5 Prozent), SUVs und Geländewagen um 2.280 Euro (+7 Prozent) und die Mittelklasse um 1.272 Euro (+5,1 Prozent).
Kleinwagen bleiben günstig
Besonders hervorzuheben sind die Kleinwagen, die sich klar vom restlichen Markt abheben. Hier fiel der Preisanstieg mit lediglich 324 Euro minimal aus. Der Durchschnittspreis erhöhte sich von 14.707 Euro auf 15.032 Euro, was nur einem Plus von 2,2 Prozent entspricht. Damit bilden Kleinwagen das Schlusslicht der Preisentwicklung und zeigen, dass sich vor allem größere und spezialisierte Fahrzeugsegmente deutlich stärker verteuert haben.
„Kleinwagen sind für viele Menschen unverzichtbar, gerade vor dem Hintergrund, dass rund 60 Prozent im Alltag auf das Auto angewiesen sind. Umso auffälliger ist, dass dieses wichtige Einstiegssegment preislich kaum zugelegt hat und damit deutlich hinter der allgemeinen Marktentwicklung zurückbleibt. Der starke Preisanstieg bei Vans und Kleinbussen spiegelt auch ein verändertes Reiseverhalten nach der Pandemie wider. Mehr Menschen setzen auf flexible, individuelle Mobilität und nutzen größere Fahrzeuge für Urlaub, Freizeit oder als Alternative zu Flug- und Fernreisen. In Kombination mit ihrer Vielseitigkeit treibt das die Nachfrage und damit die Preise spürbar nach oben“, so Nikolaus Menches.
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Im ersten Quartal 2026 verunglückten im österreichischen Straßenverkehr laut vorläufigen Zahlen des BMI 64 Personen tödlich.
„Das entspricht einer Zunahme um zwei Prozent zum Vorjahr und stellt den viertniedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen dar“, erklärt ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé.
Pkw-Insassen machen mit 34 Todesfällen den größten Anteil aus, gefolgt von Fußgängern (10), Klein-Lkw-Insassen (8), Motorradfahrer (4) und Radfahrer (3). Keine tödlichen Unfälle verzeichnete man in Wien und im Burgenland.
Insassen von Pkw besonders gefährdet, starker Anstieg bei Klein-Lkw
Rund 53 Prozent aller Verkehrstoten waren Pkw-Insassen. Die Hälfte davon starb bei Frontalkollisionen, ein Drittel bei Alleinunfällen – die fast alle mit Objektanprall (meist an einem Baum) endeten. 31 der 34 Pkw-Todesopfer verunglückten im Freiland (Quelle: BMI; ÖAMTC).
Auffällig ist auch der Anstieg der Getöteten bei Klein-Lkw-Insassen, die 13 Prozent aller Verkehrstoten ausmachen – ein dreimal so hoher Wert wie in den Vorjahren. Die Hälfte der getöteten Klein-Lkw-Insassen kam bei Alleinunfällen mit Objektanprall ums Leben. Ungeschützte Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer) verunglückten bislang etwas deutlich seltener tödlich als im Durchschnitt der vergangenen 14 Jahre.
Mutmaßliche Hauptunfallursache ist weiterhin überwiegend Unachtsamkeit/Ablenkung gefolgt von nicht angepasster Geschwindigkeit und Vorrangverletzung. Dabei ist nicht angepasste Geschwindigkeit nicht gleichbedeutend mit Raserei oder dem Überschreiten des erlaubten Limits, sondern heißt, dass das zum Unfallzeitpunkt gewählte Tempo nicht den Verhältnissen angepasst war.
Osterwochenende – Erhöhtes Verkehrsaufkommen erfordert Aufmerksamkeit, Motorrad- und Radfahrer nach Winterpause wieder vermehrt unterwegs
Üblicherweise kommt es am Osterwochenende mit mehr Verkehrsaufkommen auch zu einem Anstieg der Unfallzahlen. In den vergangenen 20 Jahren starben zwischen Karfreitag und Ostermontag insgesamt 92 Menschen. Der traurige Rekord stammt aus dem Jahr 1976 mit 39 Todesopfern am Osterwochenende (Quelle: BMI).
Aufgrund sonniger, aber noch unsicherer Wetterprognose muss man auch in diesem Jahr mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen und einem größeren Mix an Verkehrsteilnehmenden rechnen. Viele Menschen planen Tagesausflüge, etliche mit Motorrad oder Fahrrad. Gerade nach der Winterpause sollten Zweiradfahrer vorsichtig und defensiv in die Saison starten. Im Sinne der Verkehrssicherheit ist es wichtig, dass alle im Straßenverkehr aufmerksam sein – Autofahrer sollten sich ab jetzt aber wieder auf mehr Motorrad- und Radfahrer einstellen und dementsprechend vorausschauend fahren.
Getötete im Straßenverkehr, jeweils erstes Jahres-Quartal, seit 2012
Jahr 1. Quartal / Getötete
2012 99
2013 79
2014 113
2015 89
2016 79
2017 71
2018 79
2019 64
2020 69
2021 48
2022 77
2023 76
2024 54
2025 63
2026* 64
Quelle: Statistik Austria; BMI; Bearbeitung: ÖAMTC; *vorläufige Daten des BMI
Verkehrsunfälle, Verletzte und Getötete an Osterwochenenden seit 2012
Jahr UPS Verunglückte Getötete Verletzte
2012 245 332 6 326
2013 233 334 1 333
2014 319 411 4 407
2015 243 326 3 323
2016 253 344 9 335
2017 258 330 6 324
2018 245 331 2 329
2019 465 624 8 616
2020 193 221 4 217
2021 215 277 4 273
2022 283 390 4 386
2023 222 307 1 306
2024 289 368 5 363
2025* 373 453 3 450
Quelle: Statistik Austria, BMI; Bearbeitung: ÖAMTC; *vorläufige Daten des BMI
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