Unwetterschäden: AK Oberösterreich zeigt auf, worauf bei Versicherungen zu achten ist

Betroffene können sich bei Versicherungs-Ablehnung rechtliche Beratung von der AK einholen

Sturm, Hagel, Blitz und Überschwemmung – bei extremen Wetterereignissen sind Hausbesitzer und Autofahrer oft verunsichert, welche Versicherung zahlt. Die Arbeiterkammer Oberösterreich gibt Tipps für den Ernstfall.

Heftige Unwetter verursachen jährlich Schäden in Millionenhöhe. Von abgedeckten Dächern über zerstörte Elektronik bis hin zu überfluteten Kellern: Die Folgen sind häufig gravierend. Doch welche Versicherung zahlt bei Unwetterschäden? Die AK Oberösterreich warnt vor falschen Annahmen und gibt einen Überblick über die wichtigsten Versicherungsleistungen.

Sturm und Hagel
Ein Sturm liegt laut Definition ab Windspitzen von mehr als 60 km/h vor. Schäden am Gebäude, wie etwa ein abgedecktes Dach, werden in der Regel von der Eigenheimversicherung (Sparte Sturm) übernommen. Folgeschäden am Hausrat, etwa durch eindringenden Regen, deckt die Haushaltsversicherung. Hagelschäden, die die Funktionsfähigkeit oder Nutzungsdauer von Gegenständen beeinträchtigen, sind meist voll versichert. Bei rein optischen Beeinträchtigungen (z.B. Dellen an Rollläden) hängt die Leistung jedoch vom konkreten Versicherungsprodukt ab; hier sind oft Zusatzdeckungen notwendig.

Blitzschlag
Bei Blitzschäden unterscheidet die Versicherung zwischen direktem und indirektem Einschlag. Ein direkter Blitzschlag in das Gebäude ist durch die Feuerversicherung gedeckt. Bei einem indirekten Blitzschlag, der zu Überspannungen in den Hausleitungen führt, ist eine entsprechende Deckung in der Eigenheim- und Haushaltsversicherung erforderlich. Blitzableiter und Schutzschalter können hier präventiv wirken.

Baumstürze und Haftung
Fällt ein eigener oder ein Nachbarbaum auf ein Haus, übernimmt die Eigenheimversicherung die Reparatur- und Entsorgungskosten. Fällt der eigene Baum hingegen auf das Nachbarhaus, deckt dessen Eigenheimversicherung den verursachten Schaden. Zusätzlich kann der Nachbar auch Ihre Gebäudehaftpflichtversicherung (meist Teil der Eigenheimversicherung) in Anspruch nehmen, wenn nachgewiesen werden kann, dass notwendige Sicherheitsmaßnahmen unterlassen wurden (z. B. bei einem morschen Baum).

Hoch­wasser und Überschwemmung
Bei Schäden am Haus oder Hausrat durch Hochwasser, Überschwemmung, Vermurung oder aus witterungsbedingten Niederschlägen (wie etwa Starkregen) bieten die meisten aktuellen Haushalts- und Eigenheimversicherungen Produkte mit begrenzter Deckung an (häufig zwischen 4.000 und 10.000 Euro jeweils für das Gebäude und den Hausrat). Gegen Aufpreis können bei manchen Versicherungen höhere Versicherungssummen vereinbart werden. In hochwassergefährdeten Gebieten kann es jedoch sein, dass man gar keine Deckung bekommt.

Schäden am Fahrzeug
Sturmschäden an Autos werden nicht von der Kfz-Haftpflicht-, sondern nur von der Kaskoversicherung (Teil- oder Vollkasko) gedeckt. Steht das Auto gerade in der Werkstatt, haftet der Werkstattbetreiber für Hagelschäden – sofern er keine zumutbaren Vorkehrungen getroffen hat und unabhängig vom Bestehen einer Kaskoversicherung.

Was ist im Schadensfall zu tun?

° Sicherheit geht vor: Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr.
° Schaden melden: Melden Sie den Schaden umgehend Ihrer Versicherung.
° Dokumentieren: Machen Sie Fotos oder Videos und notieren Sie Datum und Uhrzeit.
° Schadensminderung: Treffen Sie rechtzeitig zumutbare Maßnahmen, um den Schaden zu verhindern oder zu begrenzen (z.B. Fenster schließen, lose Gegenstände sichern).
° Kein vorzeitiges Entsorgen: Werfen Sie beschädigte Gegenstände nicht weg, bevor ein Sachverständiger der Versicherung den Schaden begutachtet hat.

Rechtliche Beratung bei Ablehnung
Lehnt die Versicherung die Leistung ohne nachvollziehbaren Grund ab oder zahlt nur einen Teil, sollten sich Betroffene durch die Arbeiterkammer Oberösterreich rechtlich beraten lassen. Diese prüft die Vertragsunterlagen, berät über Ansprüche und interveniert im Streitfall bei der Versicherung.

AK-Tipp
Viele Leistungen, etwa für Photovoltaikanlagen, Carports, Poolüberdachungen oder Wintergärten, müssen oft explizit mitversichert sein. Schauen Sie in Ihrer Polizze nach, was alles mitversichert ist.

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Respektabler Schlag gegen die Suchtmittelkriminalität

Über 7 Kilo Drogen und vierstellige Bargeldsumme sichergestellt

Wie die Pressestelle der Wiener Polizei heute berichtet, gelang Polizeibeamten vorgestern ein respektabler Schlag gegen die Suchtmittelkriminalität. Im Zuge einer Streife von Beamten der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) wurde ein Mann aufgrund seines verdächtigen Verhaltens in Wien – Hernals kontrolliert. Nach einem kurzen Fluchtversuch konnte der 29-Jährige (Sta.: Serbien) angehalten werden.

In einer mitgeführten Tragetasche wurden zwei Kokainblöcke mit einem Gesamtgewicht von rund 2,2 Kilogramm sowie eine mittlere vierstellige Bargeldsumme sichergestellt und der Tatverdächtige festgenommen. Im Zuge weiterer Ermittlungen wurde eine vom Tatverdächtigen genutzte Wohnung am Keplerplatz in Wien-Favoriten durchsucht.

Dort stellten die Beamten zusätzlich rund 4,7 Kilogramm Marihuana, rund 147 Gramm Kokain sowie eine weitere niedrig vierstellige Bargeldsumme sicher. Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Wien, Außenstelle Süd, sind im Gange.

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Warum der Kampf gegen Kinderkrebs im September weltweit im Fokus steht

Neue Therapien, internationale Forschung und der direkte Weg vom Labor zum Krankenbett geben Hoffnung für krebskranke Kinder

Jedes Jahr erkranken europaweit rund 35.000 Kinder und Jugendliche an Krebs, in Österreich etwa 300 bis 350. Hinter jeder Diagnose steht eine Familie, deren Leben sich von einem Tag auf den anderen grundlegend verändert. Der Childhood Cancer Awareness Month im September macht weltweit auf die besonderen Herausforderungen bei kindlichen Krebserkrankungen aufmerksam und unterstreicht die zentrale Botschaft: Forschung, Zusammenarbeit und innovative Therapien sind entscheidend.

Forschung als Hoffnungsträger

Der September erinnert daran, warum Kinderkrebsforschung unverzichtbar bleibt: Mehr Kinder überleben als je zuvor. Jetzt geht es darum, Rückfälle zu verhindern, Therapien zielgerichteter zu gestalten und Langzeitfolgen zu reduzieren. Das ist der Kern der aktuellen Forschung.

Dank jahrzehntelanger Forschung können heute mehr als 80 Prozent der betroffenen Kinder in manchen Ländern langfristig geheilt werden. Gleichzeitig stehen Wissenschaft und Medizin vor neuen Herausforderungen. Therapien sollen nicht nur wirksam, sondern auch schonend sein, Rückfälle frühzeitig erkannt und besonders aggressive Tumoren gezielt behandelt werden. Genau hier setzt die moderne Kinderkrebsforschung und -behandlung an.

Der internationale Kinderkrebsmonat entstand in den 1990er-Jahren auf Initiative betroffener Familien und wird heute weltweit von Forschungseinrichtungen, Kliniken, Patientenorganisationen und internationalen Organisationen genutzt, um das Bewusstsein für Kinderkrebs zu stärken und die Entwicklung neuer Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten voranzutreiben.

„Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – das gilt ganz besonders in der Krebsmedizin. Kindliche Tumore haben eine eigene Biologie und brauchen daher speziell auf Kinder und Jugendliche zugeschnittene Diagnostik und Therapien. Für uns in der Klinik ist die enge Verbindung mit der Forschung deshalb entscheidend: Nur wenn wir die Besonderheiten dieser Erkrankungen immer besser verstehen, können wir Behandlungen gezielter weiterentwickeln und gleichzeitig die Belastungen und möglichen Langzeitfolgen für unsere jungen Patientinnen und Patienten reduzieren“, sagt Prof. DDr. Caroline Hutter, Ärztliche Direktorin des St. Anna Kinderspitals und Institutsleiterin der St. Anna Kinderkrebsforschung.

Brücke zwischen Labor und Klinik

Die moderne Kinderkrebsforschung verfolgt heute ein klares Ziel: Erkenntnisse aus dem Labor schnell in neue Diagnoseverfahren und Behandlungen für Patienten zu überführen. Dieser translationale Ansatz verbindet Grundlagenforschung, molekulare Diagnostik und klinische Anwendung eng miteinander.

An der St. Anna Kinderkrebsforschung arbeiten Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen gemeinsam daran, die biologischen Ursachen kindlicher Tumoren besser zu verstehen, Rückfälle früher zu erkennen und neue zielgerichtete Therapien zu entwickeln. Die enge Zusammenarbeit mit dem St. Anna Kinderspital ermöglicht es, wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in die klinische Praxis einfließen zu lassen.

„Kinderkrebsforschung beginnt mit der Frage, warum ein Tumor entsteht, wie er sich entwickelt und weshalb manche Patienten auf eine Therapie ansprechen, andere aber nicht. Je besser wir die biologischen Mechanismen kindlicher Tumoren verstehen, desto gezielter können wir neue diagnostische und therapeutische Ansätze entwickeln. Unser Ziel ist es, diese Erkenntnisse aus dem Labor möglichst rasch in die klinische Anwendung zu bringen und damit die Behandlung von Kindern mit Krebs nachhaltig zu verbessern“, sagt Dr. Sabine Taschner-Mandl, Wissenschaftliche Direktorin der St. Anna Kinderkrebsforschung.
Seltene Erkrankungen fordern Zusammenarbeit

Viele Kinderkrebsarten gehören zu den seltensten Erkrankungen überhaupt. Für einzelne Tumorarten gibt es weltweit oft nur wenige hundert Neuerkrankungen pro Jahr. Internationale Forschungsnetzwerke und die Zusammenarbeit mit kinderonkologischen Kliniken sind deshalb unverzichtbar, um ausreichend Wissen zu gewinnen und neue Therapien zu entwickeln.

„Wenn Forschende weltweit Daten, Technologien und Wissen teilen, können wir auch für seltene Tumorarten neue Therapien entwickeln und die Heilungschancen weiter verbessern. An unserem Forschungsinstitut leiten wir klinische Studien, in denen Forschungsdaten von Tausenden an Krebs erkrankten Kindern aus ganz Europa zusammengeführt und ausgewertet werden, um neue Erkenntnisse für die Entwicklung besserer Behandlungsmöglichkeiten zu gewinnen“, ergänzt Ass.-Prof. Dr. Eleni Tomazou, Wissenschaftliche Direktorin der St. Anna Kinderkrebsforschung.

September als Auftakt einer Forschungsserie

Im Rahmen des Childhood Cancer Awareness Month möchte die St. Anna Kinderkrebsforschung Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte geben. Im Mittelpunkt stehen innovative Modelle zur Entstehung von Tumoren, neue Verfahren zur frühzeitigen Erkennung von Rückfällen, moderne Genomforschung sowie Ansätze der Präzisionsmedizin, die das Potenzial haben, die Behandlung von Kindern mit Krebs nachhaltig zu verändern.

Jede wissenschaftliche Erkenntnis bringt das gemeinsame Ziel einen Schritt näher: Kein Kind soll mehr an Krebs sterben oder unter den Folgen seiner Behandlung leiden. Genau darum geht es im Childhood Cancer Awareness Month: Forschung soll dazu beitragen, Kinderkrebs besser zu verstehen, gezielter zu behandeln und die Heilungschancen weiter zu verbessern.

Über die St. Anna Kinderkrebsforschung

Die St. Anna Kinderkrebsforschung (St. Anna Children’s Cancer Research Institute, St. Anna CCRI) ist eine internationale und interdisziplinäre Forschungseinrichtung mit dem Ziel, durch innovative Forschung diagnostische, prognostische und therapeutische Strategien zur Behandlung krebskranker Kinder und Jugendlicher kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu optimieren. Unter Berücksichtigung der spezifischen Besonderheiten pädiatrischer Tumorerkrankungen arbeiten spezialisierte Forschungsgruppen in den Bereichen Tumorgenomik und -epigenomik, Immunologie, Molekularbiologie, Zellbiologie, Bioinformatik und klinische Forschung eng zusammen, um neueste wissenschaftlich-experimentelle Erkenntnisse mit den klinischen Anforderungen der behandelnden Ärzte zu verbinden und das Wohlergehen der jungen Patienten nachhaltig zu fördern.

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Römerfest Carnuntum am 5. und 6. September

Römisches Spektakel auf allen Ebenen

Das größte Römerfest Österreichs bietet antikes Spektakel vom Feinsten: Legionäre, Gladiatoren, Handwerker und edel gekleidete Senatoren und Matronen marschieren am Wochenende in Carnuntum auf.

Über 300 Reenactors aus dem In- und Ausland bevölkern ein Wochenende lang die Römerstadt Carnuntum und erwecken die Antike so opulent wie an kaum einem anderen Ort zu neuem Leben. Ein Heer an Legionären in voller Ausrüstung zeigt beim Kampftraining die Präzision und Taktik der einstigen Legionen Roms. Gladiatoren treten in der großen Festarena auf und zeigen ihr ganzes Können: Keine Absprachen, sondern echte Kämpfe mit Übungswaffen. Zahlreiche Händler haben ihre Zelte aufgeschlagen und bieten ihre außergewöhnlichen Waren an.

Nicht nur eingefleischte Geschichtsbegeisterte und Römerfans kommen bei dieser historischen Veranstaltung der Superlative voll auf ihre Kosten – das Römerfest hat sich auch bei Familien als beliebtes Ausflugsziel für Jung und Alt etabliert. Ein eigener Aktivpfad für Kinder mit abwechslungsreichen Spiele- und Bastelstationen bietet auch für die Kleinsten Unterhaltung zusätzlich zu den spektakulären Programmpunkten der Veranstaltung.

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