Der aktuelle Skandal rund um den Wiener Verein „Homebase“ und die zuständige Magistratsabteilung 11 sorgt derzeit für massive Erschütterung. Nachdem ein zwölfjähriges Mädchen aus purer Angst vor einem Betreuer aus dem Fenster gesprungen war, steht die von NEOS-Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling verantwortete Behörde massiv unter Druck. Neben schwerwiegenden Vorwürfen hinsichtlich des unprofessionellen Auftretens des Betreuungspersonals stehen auch exorbitante Kostensteigerungen sowie familiäre Verflechtungen im Raum. Für den freiheitlichen Jugendsprecher NAbg. Maximilian Weinzierl ist dieser Fall ein erschütterndes Sinnbild für das Versagen der gesamten rot-pinken Wiener Stadtregierung im besonders sensiblen Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
„Es ist zutiefst befremdlich, dass bei Einrichtungen, die traumatisierten Kindern Schutz, Sicherheit und Stabilität bieten sollen, offenbar weder bei der Auswahl des Personals noch bei der Qualitätskontrolle ausreichend Sorgfalt an den Tag gelegt wurde. Dass ein derart fragwürdiger Verein überhaupt mit der Betreuung schutzbedürftiger Kinder betraut wurde, ist nicht nur ein pädagogisches, sondern vor allem ein politisches und systemisches Totalversagen der Wiener Stadtregierung“, erklärte Weinzierl.
Besonders brisant sei auch die finanzielle Entwicklung des Vereins, die nun ans Licht gekommen sei. Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, lagen die Ausgaben der Stadt Wien für „Homebase“ im Juni 2025 noch bei 44.077 Euro, ehe sie bis März 2026 auf 386.093 Euro anstiegen. Den Höchststand erreichten sie bereits im Jänner 2026 mit 415.094 Euro. Die verrechneten Tagsätze pro Kind bewegten sich dabei zwischen 869 und 1.235 Euro. Erschwerend komme hinzu, dass der Vater des Vereinsgeschäftsführers ausgerechnet als Personalvertreter in der MA 11 tätig sei. Ein Umstand, der den Verdacht struktureller Verflechtungen und mangelnder Kontrolle zusätzlich verstärke.
„Wenn die Kosten für einen Verein innerhalb weniger Monate nahezu auf das Zehnfache explodieren und gleichzeitig Tagsätze von bis zu 1.235 Euro pro Kind verrechnet werden, dann müssten bei der zuständigen NEOS-Vizebürgermeisterin sämtliche Alarmglocken schrillen. Stattdessen drängt sich der massive Verdacht auf, dass hier Freunderlwirtschaft und mangelnde Kontrolle wichtiger waren als das Wohl der anvertrauten Kinder. Die NEOS inszenieren sich gerne als moralische Saubermänner der Politik, betreiben in der Praxis aber offenbar dieselbe Freunderlwirtschaft wie ihre Koalitionspartner SPÖ und ÖVP. Wer Transparenz predigt, muss sie auch selbst leben“, kritisierte Weinzierl.
Besonders alarmierend sei, dass die Wiener Stadtregierung offenbar bereit sei, immer höhere Summen an private Träger zu überweisen, während gleichzeitig die Qualität der Betreuung massiv in Zweifel gezogen werde. „Nicht immer mehr Steuergeld schafft bessere Betreuung, sondern klare Qualitätsstandards, konsequente Kontrollen und persönliche Verantwortung. Gerade bei Kindern und Jugendlichen, die sich ohnehin in einer äußerst schwierigen Lebenssituation befinden, darf es keinerlei Experimente und schon gar keine parteipolitisch begünstigten Netzwerke geben“, betonte der FPÖ-Jugendsprecher.
„Dieser erschütternde Fall darf keinesfalls unter den Teppich gekehrt werden. Es braucht eine rasche, lückenlose und unabhängige Aufklärung aller Vorwürfe. Dieses offensichtliche Versagen muss sowohl personelle als auch politische Konsequenzen nach sich ziehen. Der Schutz unserer Kinder muss oberste Priorität haben und darf niemals den Interessen fragwürdiger Netzwerke, ideologischer Experimente oder möglicher Freunderlwirtschaft geopfert werden. Die Wienerinnen und Wiener haben ein Recht darauf zu erfahren, wie es zu einem derartigen Skandal kommen konnte und wer dafür die politische Verantwortung trägt“, forderte Weinzierl.
*****
Als „vernichtendes Zeugnis für die schwarz-rot-pinke Verliererkoalition“ bezeichnete heute FPÖ-Klubobmannstellvertreterin und Sozialsprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch die aktuelle Market-Umfrage, wonach 90 Prozent der Bevölkerung Österreich als gespalten empfinden. Besonders deutlich sei der Befund bei den FPÖ-Wählern: 64 Prozent sehen eine starke Spaltung, 79 Prozent blicken pessimistisch in die Zukunft. „Die Menschen führen mehrheitlich ein gutes Leben, haben aber Angst um die Zukunft ihres Landes. Österreich ist nicht lebensmüde, Österreich hat diese Regierung satt“, erklärte Belakowitsch.
„Diese Stimmung kommt nicht aus dem Nichts: Fast 369.000 Menschen sind arbeitslos oder in Schulung, die Langzeitbeschäftigungslosigkeit explodiert und bei den Geringverdienern kassiert die schwarz-rot-pinke Regierung über höhere Sozialversicherungsbeiträge zusätzlich ab. Familien verlieren beim Familienbonus, Arbeitnehmer haben weniger netto und gleichzeitig fließen Milliarden in ein Sozialsystem, das durch Massenzuwanderung immer stärker belastet wird. Die soziale Botschaft dieser Regierung lautet: Wer arbeitet, zahlt – wer regiert, versagt“, so Belakowitsch.
Auch die wachsende Spaltung zwischen Jung und Alt sei das Ergebnis einer Politik, die den Generationenvertrag mutwillig beschädige. „Die Regierung predigt längeres Arbeiten, verteuert zugleich ältere Arbeitnehmer, beschneidet die Altersteilzeit und verweigert den Pensionisten den vollen Kaufkraftausgleich. Wer ein Leben lang gearbeitet und eingezahlt hat, wird zum Budgetproblem erklärt – das ist organisierte Geringschätzung der Lebensleistung unserer Bürger“, kritisierte die freiheitliche Sozialsprecherin.
Dass 57 Prozent die stärkste politische Bruchlinie zwischen den FPÖ-Wählern und den Anhängern der Bundesregierung sehen, sei für Belakowitsch die Quittung für eine Politik der Ausgrenzung und sozialen Kälte. „Der tiefe Riss verläuft zwischen dem Machtapparat samt ihrer Staatsmedien und den Bürgern, die einen Kurswechsel wollen. Diese Verliererkoalition produziert Arbeitslosigkeit, schröpft Familien, Arbeitnehmer und Pensionisten und beschimpft anschließend jene, die sich das nicht länger gefallen lassen. Österreich braucht wieder soziale Sicherheit, Leistungsgerechtigkeit und eine Regierung, die für die eigene Bevölkerung arbeitet, deshalb führt an Neuwahlen kein Weg vorbei“, betonte Belakowitsch.
*****