Die kranken Arbeitslosen Drucken E-Mail
 

Robuste Selbständige

Seit gestern befindet sich die SVA in einem vertragslosen Zustand. Im Klartext bedeutet
dies dass Selbständige, Honorare von Ärzten selbst bezahlen müssen, falls sie aus ge-
sundheitlichen Gründen gezwungen sind einen Arzt zu konsultieren.

Ein wirkliches Problem dürfte dies aber für Selbständige nicht darstellen, da diese
offensichtlich über eine robuste Gesundheit verfügen und daher kaum einen Arzt auf-
suchen, geschweige denn in Krankenstand gehen.

Arbeitslose dreimal so lange krank

Einen Gesundungsprozess dürften auch Arbeiter und Angestellte durchgemacht haben.
Bei diesen Beschäftigten sind Krankenstände im Sinken. Die Krankenstandsquote ist
heute deutlich niedriger, als zum Beginn dieses Jahrzehnts.

Die obig angeführte Tatsache geht aus dem aktuellen Fehlzeitenreport hervor. Dieser
bestätigt allerdings auch, dass sich die Krankenstände der Arbeitslosen im selben Zeit-
raum verdoppelt haben. Damit beträgt der Zeitraum der Krankenstände von Arbeits-
losen, das Dreifache eines Angestellten oder Arbeiters.

Was sind die Ursachen?

An was es wohl liegen könnte, dass Arbeitslose derart in ihrer Gesundheit gefährdet
sind? Wir haben ein wenig recherchiert und sind zu folgendem Ergebnis gekommen.
Da wären einmal die Erkältungskrankheiten.

Die Verkühlungsgefahr ist bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen extrem groß,
vor allem wenn man auf der Donauinsel zu leicht bekleidet, in der spärlich vorhanden
Sonne liegt. Vermutlich haben zahlreiche Arbeitslose, das Märchen der Klimaerwärm-
ung für bare Münze genommen und auf ausreichende Kleidung verzichtet.

Augenschäden stehen ebenfalls an der Tagesordnung, welche durch permanentes Lesen
der Stellenangebote, oder durch zu langes Fernsehen entstehen. Übermässiger TV-Genuss
kann auch zu Wirbelsäulenschäden führen, da sich die Bettbank vor dem Fernseher durch-
liegt. Abhilfe wäre ein Gang zum Sozialamt, um sich eine neue Liegestatt finanzieren
zu lassen.

Lungenschäden durch Passivrauchen in Kneipen, in denen man sich zwangsläufig länger
aufhalten muss, sind ebenfalls eine ernstzunehmende Gefahr. Leider sind diese Lokal-
besuche unumgänglich, denn wo soll denn der Arbeitslose einen Erfahrungsaustausch
mit Gleichgesinnten vornehmen?

Die Unfallgefahr ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Bei der  "Nachbarschaftshilfe" am
anderen Ende von Wien,  ist permanent die Gefahr gegeben von der  Leiter zu fallen,
während man eine Wohnung ausmalt.

Zu guter Letzt gibt es noch den Kursvirus. Dies ist eine besonders heimtükische Infektion
und befällt Arbeitslose meist dann, wenn sie einen AMS-Kurs absolvieren sollen. Wer
sich diesen Virus eingefangen hat, muß unbedingt in den Krankenstand gehen.

Gesundheitsrezept

Nun stellt sich die Frage welche Maßnahmen zu ergreifen wären, um den Gesundheits-
zustand von arbeitslosen Menschen zu stabilisieren. Wir hätten da einen Vorschlag und
zwar, nach dem zehnten abgelehnten Stellenangebot, die Arbeitslosenunterstützung
ersatzlos zu streichen.

Das hätte zur Folge, dass diese sich zwangläufig um eine Beschäftigung umsehen müssen.
Und wie aus der Statistik einwandfrei hervorgeht, sind berufstätige Menschen weitaus ge-
sünder und nicht so krankheitsanfällig.

*****

2010-06-02
  
 

Kommentare 

 
-1 ökonom - 2010-06-02 21:27
habts es noch immer nicht begriffen ? warum arbeiten wenns anders auch geht. jeder der hackelt ist selber schuld. für was gibts den sozialstaat.
 
 
+1 gustav - 2010-06-02 21:31
du schon wieder. solche beiträge gefallen dir nicht. wie lange bist du eigentlich schon arbeitslos.
 
 
ökonom - 2010-06-02 21:35
im gegenteil. ich freu mich über solche beträge. die beweisen wie sich die hackler giften und trotzdem weiter molochen. wie lang ich schon arbeitslos bin willst du wissen. das ist betriebsgeheimn is :-) aber einige jährchen funktioniert es schon tadellos.
 
 
+1 Guest - 2010-06-02 21:43
Schade das es keine Zwangsarbeit gibt. Sie wären einer der ersten Anwärter.
 
 
+1 Ex-Arbeitsloser - 2010-06-02 22:01
Beim AMS hält sich die Motivation zur Stellenvermittl ung sehr in Grenzen. Wenn ich mir nicht selbst einen Job gesucht hätte, wäre ich bis heute arbeitslos. Ich bin kfm. Angestellter und das erste was ich vom AMS-Berater erfuhr was, dass ich keine "minderwertigere " Stelle annehmen muß. Das Krankenstände die Arbeitslose unterbricht wurde mir ebenfalls sofort mitgeteilt. Jetzt kann sich jeder auf fünf Finger ausrechnen, warum Arbeitslose so lange und oft im Krankenstand sind.
 
 
-1 Aktive Arbeitslose 2010-06-03 23:22
Der Autor ist von der Lebenssituation Arbeit suchender Menschen völlig ahnungslos:

1. Es gibt einfach zu wenig Jobs: auf eine freie Stelle kommen ca. 10 Arbeit suchende. Wer länger als ein halbes Jahr Arbeit sucht oder älter als 40 ist hat bei vielen Firmen sowieso keine Chance auf Arbeit

2. Dennach macht das AMS im Auftrag der Politik massiven Druck auf Arbeit suchende. Jeder Sinnloskurs zur Statistikverfäl schung wird mit Totalsperre des Bezugs für 6 oder 8 Wochen bedroht. Jobangebot ebenfalls - also kann mensch nicht sagen. Arbeitslosen gehts gut.

Dieser Druck führt einer gerade laufenden Studie dazu, dass gut ein Drittel der Arbeit suchenden unter psychischen Beschwerden leiden, wenn das AMS wieder mit einer AMS-Zwangsmassnahme droht oder ein AMS-Termin naht.

Bedenke: Es kann heutzutage jeden treffen, auch jene, die jetzt über Arbeit suchenden Menschen herziehen, und die werden dann am latesten heulen, wie ungerecht sie behandelt werden!
 
 
beobachter - 2010-06-05 01:54
warum wird sog. "langzeitarbeits losen", (böse zungen nennen sie gerne sozialschmarotz er), ein derartiger, vor allem sinnloser, druck gemacht?

auf rund 300000 arbeitslose kommen rund 40000 freie arbeitsplätze. wenn die 40000 freien stellen besetzt sind, bleiben immer noch 260000 arbeitslose... also wozu dann noch druck machen?

was ich so den medien entnehme, sind rund 70000 leute in sog. "kursen".
das bedeutet, ein langzeitarbeits loser der ohnehin schon mit sehr wenig geld auskommen muss, (so gesehen also bereits recht "billig" für den steuerzahler ist, da er ja bereits notstandshilfeb ezieher ist), kostet dem steuerzahler auf der anderen seite unsummen für zwangsmassnahme n, deren sinnhaftigkeit mehr als umstritten ist.

da würd ich viel mehr sinn darin sehen, den "sozialschmarotz ern" ihr schmarotzertum zu lassen, denn das kommt dem steuerzahler wesentlich billiger, als sie auch noch mit viel geld versuchen zu etwas zu zwingen, das sowieso nichts bringt.

wäre es nicht viel vernünftiger, bloss jenen leuten, die von sich aus eine ausbildung machen wollen, (weiterbildung, schulungen, etc) entsprechende angebote zu machen? käme das nicht viel billiger?

da die politik aber offenbar anders denkt, frage ich mich: wem nützt der druck auf arbeitslose menschen?
der beschönigung von arbeitslosensta tistiken? das lassen wir uns derart viel geld kosten? wozu? welchen nutzen ziehen wir daraus, wenn wir sagen können, dass wir statt 300000 nur 230000 arbeitslose haben? (und dabei statt bloss die unterstützung der 70000 auszubezahlen auch noch unsummen für zweifelhafte kurse ausgeben - ich frag mich auch, wieviel uns die 70000 "kurse" kosten....)

nützt es den "kursanbietern"? was haben die vorher gemacht?
ist das "arbeitsbeschaff ungspolitik"? auf kosten des steuerzahlers? wieviele beschäftigte sind in dieser "kursindustrie"? gibt es zu dem ganzen unsinn auch eine kosten/nutzenrechnung?

tja und dass dann die leute auch noch der "Kursvirus" befällt, ist eine logische folge des zwanges der dahintersteckt. damit muss gerechnet werden. wahrscheinlich wird auch ganz bewusst damit gerechnet, da die kosten der unterstützung dann ja auf die krankenkasse abgewälzt werden kann....?

so ganz, verstehe ich das larifari um arbeitslose menschen nicht.
angesichts der fakten finde das gesudere wegen ein paar "schmarotzern" tatsächlich ERSTAUNLICH!
vor allem wenn ich an die wahren sozialschmarotz er denke: politiker.
 
 
auslander - 2013-03-21 18:19
die sch**** kurse dienen nur für eine sperre.ams erhofft sich ein ablehnen des kurses.warum gibt's 40.000 offene stellen bei 400.000 arbeitslosen.weil es stellen sind,die nur ein trottel macht.daher sucht man nach ausländischen Facharbeitern.wieso sonst suchens Ausländer,wenn genug arbeitslose da sind?
wieso rufens dauernd nach Asylanten "kommt,kommt"!!!!
ich bin 5 jahre ams-mitglied.
:-)
 

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